Knochentumoren

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  • Knochen|tumoren

  • Englischer Begriff: bone tumors

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Oberbegriff für eine vielfältige Gruppe gut- u. bösartiger Neubildungen; häufig bei Jugendlichen; Diagnostik (bei Verdacht auf Malignität) u. Therapie sollten i.d.R. in speziellen Zentren erfolgen. Klinik (die für einen malignen Tumor spricht): kann zu Beginn fehlen oder eher uncharakteristisch sein, Schmerzen (bei Kindern mit der Möglichkeit der Fehllokalisation), Schwellung, Spontanfraktur, erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit. Diagn.: Röntgenbild mit typischen Zeichen (s. Abb. [B]); röntgenologische Zusatzverfahren (Computer-Tomographie, Angiographie, Szintigraphie, Kernspintomographie [v.a. zur Therapieplanung u. -kontrolle] etc.); Biopsie (erfordert große Erfahrung im Umgang mit Knochentumoren). Klassifik.: nach dem Ursprungsgewebe des Tumors (Knochen, Knorpel, Mark, Bindegewebe usw.) u. nach dem Differenzierungsgrad. Der Übergang zwischen „gutartig“ u. „bösartig“ kann, je nach biologischem Verhalten des Tumors, Lokalisation (s. Abb. [A]), Rezidivneigung etc., fließend sein. a) gutartige K.: u.a. Chondroblastom, Chondrom, Chondromyxoidfibrom, Fibrom, Hämangiom (s.a. Hämangiomwirbel), Osteochondrom, Osteoidosteom, Riesenzelltumor; b) bösartige (primäre) K.: Adamantinom, Chondrosarkom, Chordom, Ewing-Sarkom, Fibrosarkom, Hämangiosarkom, Osteosarkom (häufigster maligner Knochentumor), Plasmozytom, Retikulumzellsarkom (malignes Lymphom des Knochens), Riesenzelltumor; c) sekundäre K.: s.u. Knochenmetastasen; d) tumorähnliche Erkrankungen: u.a. Histiocytosis X (s.u. Histiozytose); Pseudotumor („brauner Tumor“) bei Hyperparathyreoidismus; Epidermoidzyste; Myositis ossificans.

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