Kollumkarzinom

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  • Kollum|karzinom

  • Synonyme: Zervixkarzinom; Gebärmutterhalskrebs

  • Englischer Begriff: cervical carcinoma

Abbildung   Tabelle

bösartige Geschwulst im Bereich des Gebärmutterhalses (Cervix uteri) an der Grenze zwischen Platten- u. Zylinderepithel (Transformationszone). Das K. ist das häufigste Karzinom des weiblichen Genitales. Meist Plattenepithelkarzinom, seltener Adenokarzinom (5–15%), das nach außen (Portiokarzinom) oder innen in den Halskanal (Zervixhöhlenkarzinom) wächst. Frühe Veränderungen (Dysplasien, Carcinoma in situ) werden als zervikale intraepitheliale Neoplasien (CIN) bezeichnet. Klassifik.: nach dem TNM-System bzw. nach FIGO-Stadien (s. Tab.). Ätiol.: Es besteht eine Korrelation zu Infektionen mit humanen Papilloma-Viren (HPV, Typ 16, 18, 31, 33, 45, 51, 52, 56), Rauchen, Genitalhygiene des Sexualpartners. Klinik: fleischwasserfarbener Ausfluss, azyklische Blutungen (v.a. Kontaktblutungen); Schmerzen allgemein erst ab Stadium III. Diagn.: gynäkolog. Vorsorgeuntersuchung mit Kolposkopie (Schiller-Jodprobe) u. zytologischer Diagnostik (Zellabstrich, Papanicolaou-Abstrich), ggf. Konisation; später Inspektion, Tastbefund (Niveaudifferenz, sichtbarer Tumor, Brüchigkeit des Gewebes); Sonographie; Computer-, Kernspintomographie, Labor. Ther.: Die stadienabhängige Behandlung erfolgt operativ nach Wertheim-Meigs (IB–IIA) oder Schauta-Amreich (IA1) u./oder durch Strahlentherapie u./oder Chemotherapie.

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