Lungenödem

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  • Lungen|ödem

  • Englischer Begriff: pulmonary edema

Abbildung

akute oder chron. Durchtränkung der Lunge mit einem Luftbläschen-durchsetzten, zunächst zellfreien, wässrigen, später Leuko- u. Erythrozyten sowie Alveolardeckzellen enthaltenden gallertigen Transsudat in Alveolarräumen, kleinen Bronchien u. Interstitium (s. Abb.). Ätiol.: Erhöhung des Lungenkapillardrucks (z.B. bei akuter Linksherzinsuffizienz), Steigerung der Kapillarpermeabilität (z.B. infolge Entzündung oder durch Gifte u. Reizstoffe), Erniedrigung des kolloidosmotischen Drucks (z.B. bei extremer Flüssigkeitszufuhr, bei Hungerzuständen u. beim nephrotischen Syndrom), Senkung des intraalveolären Luftdrucks, Behinderung des Lymphabflusses; ferner bei Hirnläsionen (sog. zerebrales L.). Klinik: Unruhe, Angstgefühl, hochgradige Dyspnoe, Zyanose, feuchte Rasselgeräusche mit Trachealrasseln („Kochen auf der Brust“), dünnflüss., blutig-schaumiger Auswurf. S.a. Asthma cardiale.

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