Lymphozyten

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  • Lympho|zyten

  • Englischer Begriff: lymphocytes

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Zellen mit rundem, chromatinreichem Kern u. schmalem, stark basophilem Zytoplasmasaum (bei Pappenheim-Färbung hell- oder dunkelblau, in 10–20% mit rotvioletter Granulation) im peripheren Blut (hier nur ca. 1% aller Ly.; 1–3,6 G/l entspr. 1000–3600/μl) u. in den lymphat. Geweben; morphol. unterschieden als kleine (< 10 μm) u. große Ly. (> 10–15 μm). Die Lympho(zyto)poese (Entwicklung der Ly.) erfolgt in Milz, Lymphknotenrinde u. lymphoepithelialen Organen, wobei die Vorläuferzellen aus dem Knochenmark stammen (s.a. Schema); von dort gelangen die Ly. über den Ductus thoracicus in das Blut. Angeborene Störungen der Lymphopoese führen zu Immundefekten (der B- u./oder T-Zell-Reihe). – Als „immunkompetente Zellen“ dienen Ly. der Immunität u. besitzen die Fähigkeit zur spezifischen Reaktion auf ein Antigen (s.a. Lymphozytentransformation), wobei verschiedenartige Ly. sowie Makrophagen mitwirken (s.u. Immunsystem [dort Schema]). Die verschiedenen Ly.-Typen lassen sich mit monoklonalen Antikörpern aufgrund ihrer besonderen Oberflächenstrukturen unterscheiden (s.u. Markersubstanz); bedeutsam z.B. zur Klassifizierung lymphatischer Leukämien.

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