Malaria

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  • Ma|la|ria

  • Synonyme: Sumpffieber; Wechselfieber

  • Englischer Begriff: malaria

v.a. in wärmeren Ländern vorkommende Infektionskrankheit durch verschiedene Arten der Gattung Plasmodium, die einen komplizierten Entwicklungszyklus zeigen (Malariazyklus). Ätiol.: Übertragung durch die Stiche der Malariamücken (Gattung Anopheles). Gelegentlich tritt sie (durch intrauterine Infektion) als angeborene Krankheit auf. Klinik: Fieberanfälle (mit Schüttelfrost, Schweißausbruch), Milz- u. Lebervergrößerung (evtl. Milzeinriss), Kreislaufkollaps, zunehmende Anämie sowie – im Endemiegebiet (mit ständ. Reinfektion) – Ödeme (einschließlich Hirnödem), Aszites. Evtl. – bei M. tropica – komatöse Zustände, Delir. Patho.: Nachweisbarkeit der Parasiten in Blutkapillaren (v.a. in Leber, Knochenmark u. Milz), flohstichartige Blutungen, Granulome um die Gefäße, dunkelrote bis schokoladenfarbene weiche Milz, Blutfülle der Leber (evtl. Fibrose), Herzödem, Myokarditis. Diagn.: stützt sich v.a. auf den Erregernachweis im Blutausstrich u. im „Dicken Tropfen“ sowie auf den Immunfluoreszenztest, die KBR, indirekte Hämagglutination, Agargel-Doppeldiffusion (Ouchterlony); zur Selbstdiagnose der Malaria-Schnelltest (M. tropica u. tertiana).

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