Menière-Krankheit

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  • Menière-Krankheit

  • Englischer Begriff: Menière's disease

  • Biogr.: Prosper M., 1799–1862, Arzt, Paris

(1861) eine meist einseitige, auf einem sog. endolymphatischen Hydrops beruhende Krankheit des Innenohrs. Pathogen.: Der Hydrops ist Folge einer Rückresorptionsstörung der – kaliumreichen – Endolymphe, welche sich nach Einrissen der Reissner-Membran mit der kaliumarmen Perilymphe vermischt u. im perilymphat. Raum die dort verlaufenden afferenten Nervenfasern des VIII. Hirnnervs schädigt. Klinik: meist akut anfallsweise auftretende Symptome: Drehschwindel, Ohrensausen u. Schallempfindungsschwerhörigkeit (mit positivem Recruitment; anfangs in Intervallen Gehörbesserung u. Tinnitus-Rückbildung; später fluktuierende Tieftonschwerhörigkeit, zuletzt pankochleärer Hörverlust); im Anfall auch Spontannystagmus (meist zur kranken Seite) u. vegetative Störungen (Übelkeit, Erbrechen). Ther.: konservativ (Antihypertonica, Antiemetica; ggf. Ausschaltung des vestibulären Hörorgans mit ototox. Medikamenten); operativ (Drainage des Sacculus endolymphaticus, ggf. Neurotomie der Vestibularisäste bzw. Resektion des N. vestibulocochlearis). Als Sonderform der Tumarkin-Anfall; s.a. Vestibularissyndrom.

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