Mikrosystemakupunktur

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  • Mikro|system|akupunktur

Sammelbegriff für neuere Akupunkturformen, deren Grundlage die Modellvorstellung der Projektion des menschlichen Embryos auf ein begrenztes Areal der Körperoberfläche ist. Die bekanntesten Formen der M. sind Ohrakupunktur, Schädelakupunktur nach Yamamoto, chinesische Schädelakupunktur, Handakupunktur u. Mundakupunktur nach Gleditsch und ECIWO (engl. Abk. für embryo containing the information of the whole organism). Eine gestörte Organ- oder Körperfunktion projiziert sich z.B. als reagibler Punkt in den auf dem Kopf stehenden Embryo der Ohrmuschel. Das Stechen dieses Punktes wirkt zurück auf die Funktionsstörung mit einem normalisierenden bzw. kompensierenden Effekt. Akupunkturpunkte (chinesisch „Xue“ = Akupunkturloch) sind anatomisch exakt definierte Punkte auf der Körperoberfläche. Sie liegen häufig über Gefäß-Nerven-Bündeln, in Faszienlücken, an Austrittsstellen sensibler Nerven oder an Triggerpunkten. Bei Funktionsstörungen bzw. Erkrankungen reagieren sie mit erhöhter Druckdolenz, Schwellung, verändertem elektrischem Widerstand oder veränderter Wärmeabstrahlung. Die Reizung eines Akupunkturpunktes erstreckt sich auf eine lokale u. eine Fernwirkung, Einfluss auf Organe bzw. Funktionskreise, auf die Lebenssubstanzen sowie auf pathogene Faktoren wie Hitze u. Kälte etc.

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