Nephrokalzinose

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  • Nephro|kalzinose

  • Englischer Begriff: nephrocalcinosis

Abbildung

diffuse Ausfällung u. multiple Einlagerung von Kalksalzen in Niereninterstitium u. Tubuluslumina u. -epithelien, mit nachfolg. Fibrose u. Harnabflusshemmung (u. chron. Pyelonephritis). Als typisches Röntgenbild punkt- bis stippchenförmige Schatten in Mark u. Papillenbereich, evtl. zu Keilform fortschreitend; auch echte Steinbildung im Becken-Kelchsystem. Klinik: Verlauf oft symptomarm; später Einschränkung der Nierenfunktion (hypochloräm. Azidose); evtl. auch Kalkeinlagerungen in Gelenke, Pseudofrakturen, Minderwuchs. Ätiol.: als primäre N. bei Störung der renalen Calcium-Ausscheidung oder mangelnder Harnsäuerung, als sekundäre N. bei Vorschädigung der Ablagerungsgewebe, ferner metastatisch bei Hyperkalziämie u. -urie, v.a. bei Hyperparathyreoidismus, Boeck-Sarkoidose, Vitamin-D-Überdosierung, renaler Rachitis, Alkalose (Burnett-Syndrom), renaler tubulärer Azidose, Oxalose, Plasmozytom, dystrophisch bei Tubulusschäden, Nephropathien. S.a. Abb.

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