Onkogene

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  • Onko|gene

  • Englischer Begriff: oncogenes

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DNS-Sequenzen im Genom der Zelle mit Krebs erzeugender Aktivität. O. entstehen durch Veränderung von Protoonkogenen (z.B. durch Punktmutation, Translokation, Amplifikation aufgrund chemischer, physikalischer, sekundär viraler etc. Einflüsse), die eine wichtige Rolle bei der physiologischen Regulation des Zellzyklus (Proliferation) u. der Differenzierung der Zelle spielen. Identifiziert wurden die O. zunächst als Bestandteile des Genoms onkogener Retroviren (virale Onkogene: v-onc). Die heute bekannten mehr als 50 Protoonkogene (Auswahl Tab.) können aufgrund der Funktion der Produkte, für die sie kodieren, eingeteilt werden: 1) Wachstumsfaktoren; 2) Wachstumsfaktor-Rezeptoren; 3) G-Proteine; 4) Nichtrezeptor-Proteinkinasen (Tyrosinkinasen, Serin-/Threoninkinasen); 5) nukleäre Proteine, Transkriptionsfaktoren; 6) tumorspezifische Chromosomenrearrangements; 7) virale Onkogene. – Die klinisch-prognostische Bedeutung der Onkogen-Veränderungen wird kontrovers diskutiert.

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