Potenzierung 2)

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Potenzierung
  • 2)

  • Fach: Homöopathie

stufenweise Verdünnung mit zwischengeschalteter Verschüttelung bzw. Verreibung, wobei die Verschüttelung u. Verreibung die spezifische homöopathische Wirkung des Arzneimittels ausmachen, den Übergang von der chemischen Wirkung zur funktionell-steuernden (direktiven) Wirkung (im Unterschied zur Verdünnung). Oft ist die Wirkung des potenzierten Mittels spiegelbildlich der Wirkung der Substanz, z.B. erzeugt der Verzehr der Brechnuss (Nux vomica) Brechreiz, als homöopathische Potenz wirkt Brechnuss gegen Brechreiz. Die Richtlinien zur Herstellung homöopathischer Arzneimittel sind im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) festgelegt. Gebräuchlich sind drei P.-Arten: mit P.-Stufen im Verhältnis Ausgangslösung : Lösungsmittel 1 : 10 bei der D-Potenz (Dezimalpotenz), mit 1: 100 bei der C-Potenz (Zentesimalpotenz) u. mit 1 : 50 000 bei der LM-Potenz. Die Anzahl der P.-Schritte wird in der Zahl hinter der P.-Art ausgedrückt, z.B. D3 ist 3 × 1 : 10 potenziert, C30 ist 30 × 1 : 100 potenziert. Die Anwendung dieser Arzneimittel erfolgt nach den Regeln der Homöopathie.

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