Pyramidenbahn-Syndrom

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  • Pyramiden|bahn-Syndrom

  • Englischer Begriff: pyramidal tract syndrome

Schädigung der Pyramidenbahn (bzw. des 1. motor. Neurons) mit Störung der Feinbewegungen, Schwäche der Willkürbewegungen, Massenbewegungen, spast. Tonussteigerung (nur bei zusätzl. Schädigung des Tractus reticulospinalis), Steigerung der Eigenreflexe, Abschwächung oder Verlust der Fremdreflexe, patho. Reflexen (Pyramidenzeichen). Als spinales P.-Sy. (Läsion im Rückenmarksabschnitt) gekennzeichnet durch schlaffe, später spastische Tetra-, Di-, Hemi- oder Monoplegie, patho. Reflexe u. Kontrakturen; als zentrales P.-Sy. (Läsion zwischen Kortex u. Pons) mit charakterist. Ausfällen kortikaler Bahnen; ferner das Brissaud- (Brücke), Gasperini- u. Raymond-Cestan- (Brückenhaube), Benedikt- (Hirnschenkelhaube; unt. Nucleus ruber), Avellis- (unterhalb Vaguskern), Jackson- (obere Oblongata), Tapia- (unt. Oblongata), Vernet- (umschrieb. Oblongatabereiche), Wallenberg- (laterale Oblongata), Babinski-Nageotte- (dorsolat. Oblongata), Cestan-Chenais- (um Nucl. ambiguus) u. Opalski-Syndrom (Olive). S.a. Oblongata-Gefäßsyndrom.

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