radioaktiver Zerfall

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radioaktiv
  • r. Zerfall

  • Englischer Begriff: r. decay

durch Teilchenemission verursachte Kernumwandlung (Bildung des Atomkerns eines anderen Elementes). Als „natürlicher r. Z.“ bei in der Natur vorkommenden Mutterkernen, als „künstlicher r. Z.“ bei künstlichen Radionucliden. Der entstehende Tochterkern ist evtl. wieder radioaktiv, bis nach einer bestimmten Zahl von Umwandlungen ein stabiler Kern entsteht. Erfolgt bei den schweren Elementen (mit OZ > 82) als α- u. β-, bei den leichten als β- u. Positronen-Zerfall u. als K-Einfang, bei den schwersten (Transurane) auch als spontane Kernspaltung; geht meist mit γ-Strahlung einher. Als natürliche Zerfallsreihen die Thorium-, Uran- u. Actinium-Reihe, als künstliche die – wegen kurzer HWZ des Np in der Natur nicht mehr vorkommende – Neptunium-Reihe.

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