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Resistenz 2)

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Resistenz
  • 2)

  • Fach: Bakteriologie

Tabelle

die Widerstandsfähigkeit von Krankheitserregern gegen Umwelteinflüsse u. Chemotherapeutika (Antibiotika, Sulfonamide) bei deren zu niedrigem Wirkstoffspiegel im Blutserum oder Gewebe (d.h. bei Unterschreiten der minimalen – im Agardiffusionstest bestimmbaren – Hemmkonzentration; s.a. Antibiogramm, Hemmhof-, Blättchentest). Neben der phänotypischen R. (als passagere adaptive Entwicklung zellulärer Abwehrmechanismen, v.a. lytischer Enzyme durch die Keime) besonders die genotypische R. infolge spontaner, durch Mutationen u. Rekombination bedingter Entstehung von R.-Allelen im Chromosomenbestand bzw. infolge (durch Arzneimittel angeregten) Erwerbs von Plasmiden (Resistenzfaktor). Die Übertragung auf weitere Zellen durch Konjugation, Transduktion (durch Phagenübertragung) oder Transformation führt zur Bildung einer resistenten Erregerpopulation. Die R.-Mechanismen (s. Tab.) sind verschieden. Z.B. werden bei Penicillinen β-Lactamasen (u. ein weiterer Mechanismus) wirksam, bei Chloramphenicol ein acetylierendes Enzym, bei Tetracyclinen ein Protein, das die Permeabilität der Zytoplasmamembran ändert.

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