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Spastiker

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  • Englischer Begriff: spastic

Patient mit Spastik, v.a. durch Schädigung zentraler pyramidal- u./oder extrapyramidal-motorischer Neurone; i.e.S. das Kind mit infantiler Zerebralparese. Betroffen sind v.a. Antischwerkraftmuskeln, vorwiegend die Beinstrecker u. Armbeuger; das EMG zeigt in Ruhe bei optimaler Entspannung keine Ruhe-Daueraktivität, bei passiver Dehnung (wobei federnder Widerstand besteht) Aktivitätszunahme (stark geschwindigkeitsabhängig, plötzlich einschießend, salvenartig); die phasischen Eigenreflexe sind stark gesteigert, das Babinski-Zeichen (u. äquivalente Fremdreflexe) ist bei Pyramidenbahnbeteiligung („zentrale Spastik“) positiv; Willkürbewegungen sind stark eingeschränkt, Feinmotorik erschwert; Mit- u. Ausdrucks-Bewegungen abnorm vermehrt (in fortgeschrittenen Fällen „Massen-Synergien“); das Agonisten-Antagonisten-Spiel (reziproke Innervation) ist gestört, die grobe Muskelkraft ist häufig stark reduziert.

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