thyreotoxische Krise

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thyreotoxisch
  • th. Krise

lebensbedrohliche Dekompensation einer vorbestehenden Hyperthyreose als seltene Komplikation. Ätiol.: meist bei multifokaler Schilddrüsenautonomie, seltener bei immunogen bedingter Hyperthyreose, manchmal bei solitärem Adenom. Auslöser ist meist die Einnahme von Jod (Medikamente, Röntgenkontrastmittel), seltener die Unterbrechung einer thyreostatischen Therapie oder eine Radiojodbehandlung. Weitere Ursachen können emotionaler Stress, Infektionen, Unfälle oder Operationen sein. Klinik: Leitsymptome sind Tachykardie/-arrhythmie u. Hyperthermie, Agitiertheit mit Übergang in Koma, gelegentlich Hirnnervenausfälle oder Status epilepticus, Erbrechen, Durchfälle, Muskelschwäche, Adynamie. Ther.: intensivmedizinisch mit Thyreostatika, Lithium, β-Blockern, Beseitigung der Exsikkose u. Hyperthermie, Sedierung.

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