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Trigeminusneuralgie

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  • Trigeminus|neuralgie

  • Englischer Begriff: trigeminal neuralgia

fast immer einseitige 0,5–1 Min. dauernde, im Allg. heftige Schmerzattacken im Innervationsbereich eines oder mehrerer Trigeminusäste. Ätiol.: ohne erkennbare Ursache (essentielle T. = echte oder idiopathische T.): v.a. bei Frauen jenseits des 50. Lj.; betroffen sind der 2. u. 3. Ast; im Allg. mit schmerzfreiem Intervall. Zugrunde liegen können auch verschiedene Krankheiten oder Störungen (symptomatische T.), meist gekennzeichnet durch leichten Dauerschmerz im Intervall: Stirn- u. Kieferhöhlen-Erkrankungen (1. bzw. 2. Ast), Zahn(fleisch)- u. Unterkieferaffektion (3. Ast), ferner toxisch bei Schwermetallvergiftung u. Diabetes mellitus, mechanisch bei Kleinhirn-Brückenwinkel-Tumor, postinfektiös nach örtl. Herpes zoster. Klinik: Die Schmerzattacken sind oft kombiniert mit Kontraktion der mimischen Muskulatur (Tic douloureux). Ausgelöst werden die Attacken fast immer durch äußere Einflüsse (Temperaturwechsel, kaltes Getränk, forciertes Kauen, Niesen, Sprechen, Zähneputzen), aber auch spontan (v.a. nachts = Neuralgia nocturna). Ther.: Carbamazepin, Phenytoin, Baclofen u./oder Lokalanästhetika; chirurgische Maßnahmen i.S. gezielter, selektiver Eingriffe wie der perkutanen Thermokoagulation des Ganglion Gasseri oder der mikrovaskulären Dekompression (u.a. auch stereotaktische Operationen). S.a. Janetta-Operation.

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