Ulcus ventriculi

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Ulcus
  • U. ventriculi

  • Englischer Begriff: gastric u.; stomach u.

Abbildung

Geschwür der Magenwand. Lokalisation meist an der Magenstraße u. im Pylorusbereich (U. pyloricum, U. ad pylorum; evtl. als juxtapylorisches U. duodeni bei Ektopie der Duodenalmukosa im Pylorusgebiet). Klassifik.: Nach Johnson werden drei Typen unterschieden: Typ I: an kleiner Kurvatur u./oder hoch sitzend, oft hypazid; Typ II: U. ventriculi u. duodeni, oft hyperazid; Typ III: präpylorisches U., norm- bis hyperazid. Ätiol. u. Formen: oft bei gastritisch veränderter Schleimhaut; als pathogenetischer Faktor kommen gramnegative Stäbchenbakterien (Helicobacter pylori) in Frage. Zunächst rund, scharf begrenzt, auf die Mukosa beschränkt (U. simplex Dieulafoy), bei längerem Bestehen evtl. tiefer vordringend (U. penetrans), evtl. Nachbarorgane miterfassend, ggf. sogar in entstandene Verwachsungen oder in die freie Bauchhöhle durchbrechend (U. perforans). Klinik: Druckschmerz oberhalb u. links vom Nabel, Völlegefühl u. Oberbauchschmerzen (v.a. nach dem Essen). Diagn.: Endoskopie (s. Abb.), Rö.-Magen-Darm-Passage: Nische (En-face-Nische oder Profilnische), als kallöses U. mit derben, evtl. tumorartigen Randpartien; Serum-Gastrin-Bestimmung. Kompl.: Magenblutung, Magenperforation, Magenverengung (Sanduhrmagen, Pylorusstenose); evtl. Entwicklung zu Ulkuskarzinom (Magenkarzinom). Ther.: medikamentös (Ulkustherapeutika); ggf. operativ (distale, subtotale Magenresektion).

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