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Vasodilatanzien

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  • Vasodilatanzien

  • Englischer Begriff: vasodilative agents; vasodilators

  • Fach: Pharmazie

gefäßerweiternde, strukturell sehr unterschiedl. Substanzen. Erfolg versprechend sind reine V. v.a. bei funktionellen Durchblutungsstörungen (Raynaud-Krankheit), während bei arteriosklerotischen Gefäßen die Wirkung gering ist. Wirkst. u. Anw.: a) bei peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen (z.B. periphere art. Verschlusskrankheit): z.B. Buflomedil, Naftidrofuryl, Pentoxifyllin (Xanthinderivat), Bencyclan sowie Prostaglandinderivate (z.B. Alprostadil, Iloprost; s.u. Prostaglandine); b) bei zentralen (zerebralen) Durchblutungsstörungen (z.B. hirnorgan. Psychosyndrom, bei Hirnleistungsstörungen als Nootropica mit eher fraglichem Effekt): z.B. Mutterkornalkaloide (Dihydroergotoxin), Piracetam, Calciumdobesilat, Moxaverin (Papaverin-Derivat); c) bei koronaren Durchblutungsstörungen: v.a. „Nitro-V.“ = Nitrate (auch bei Herzinsuffizienz zur Senkung von Preload u. Afterload), Molsidomin, Oxyfedrin, Adenosin; d) als Antihypertonika: z.B. Calciumantagonisten, α1-selektive Alpharezeptorenblocker, Dihydralazin, die Kaliumkanalöffner Diazoxid u. Minoxidil, Nitroprussidnatrium (wie die Nitrate ein NO-Donator); e) als hyperämisierende Mittel zur externen Anw. bei rheumatischen Erkr.: z.B. Nicotinsäure(-Derivate). NW: Blutdruckabfall; durch reine V. Minderdurchblutung arteriosklerotischer Gefäßbezirke (durch Blutdrucksenkung).

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