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Wundheilung

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  • Wund|heilung

  • Englischer Begriff: wound healing

Abbildung

in Phasen ablaufende, mit dem Schluss der Oberfläche (Epithelisierung) endende Ausfüllung einer Wunde durch Gewebe. Durch Blutgerinnung in der exsudativen Phase (0.–4. Tag) Bildung einer Fibrinpolymere enthaltenden, später fest haftenden, außen erhärtenden (s.a. Wundschorf) Wundmembran, gefolgt – in der Reinigungsphase – von Auflösung der infolge Sauerstoffmangels untergehenden geschädigten Zellen (Autolyse), von Phagozytose u. Faserauflösung durch Isohisto- u. Fibrinolysine, wobei Azidose u. die resultierende Quellung u. Permeabilitätszunahme der Kapillarendothelien (mit Einströmen von Lymphe u. mobilen Zellen) auslösend wirken. In der alkalotischen Assimilations- oder Aufbauphase erfolgt Wundgranulation (sog. Proliferationsphase, 4.–10. Tag), d.h. Bildung von Kapillarsprossen, argyrophilem Retikulum, Bindegewebe u. kollagenen Fasern; s.a. Caro luxurians. Abschließend Vernarbung u. Epithelisierung (reparative Phase, 10.–20. Tag u. länger); s.a. Abb., Primär-, Sekundärheilung. Störungen möglich durch örtliche Umstände (z.B. Hämatom, Serom, Nekrosen, Infektion) oder durch systemische Funktionsstörungen (z.B. bei Hypoproteinämie, Vitaminmangel, Immuninsuffizienz, Strahlenschaden); s.a. Keloid.

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