Gesund und fit bis ins hohe Alter – Folgen ungesunder Lebensweise

Gesunde ältere Frau © rawpixel

Viele körperliche Zustände und auch Erkrankungen bereiten uns für einen langen Zeitraum keine Beschwerden. Zu wenig Bewegung im Alltag ist zunächst bequem, denn Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Blutzuckerspiegel tun nicht weh. Die Rechnung dafür erhalten wir in der Regel im höheren Alter, wenn es zu Folgeerscheinungen kommt. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige typische Erkrankungen vor, die aufgrund ungesunder Lebensweise entstehen.

Diabetes mellitus im Alter

Es wird davon ausgegangen, dass in Deutschland ca. vier Millionen Menschen an der Zuckerkrankheit leiden. Nahezu 90 Prozent leiden an dem sogenannten Typ-2-Diabetes. Dieser wird mit steigendem Lebensalter häufiger und wird durch Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigt.

Gefährdete Personen können ihr Risiko bereits durch eine mäßige Gewichtsreduktion, eine fettarme und ballaststoffreiche Ernährung sowie ein moderates Bewegungsprogramm deutlich senken.

Die Zuckerkrankheit kann unter anderem zu Funktionseinschränkungen der Augen und der Nieren führen. Diabetischer Fuß, Störungen der Wundheilung und sogar der Verlust von Gliedmaßen sind ebenfalls Folgeerscheinungen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind häufigste Todesursache

Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen die häufigste Todesursache bei Männern und Frauen in Deutschland dar. Sie werden begünstigt durch:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • erhöhte Blutfettwerte
  • Zuckerkrankheit
  • Bluthochdruck

Es kommt dadurch zu einer Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose) und somit zu einem erhöhten Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Untersuchungen zeigen, dass die Sterblichkeitsrate nach einem Infarkt oder Schlaganfall deutlich gesunken ist. Die Langzeitfolgen indes können für die Betroffenen äußerst belastend sein. Der Schlaganfall beispielsweise ist aufgrund der neurologischen Spätfolgen der häufigste Grund für eine Pflegebedürftigkeit im Erwachsenenalter.

Muskel- und Skeletterkrankungen

Erkrankungen des Bewegungsapparates stellen ein großes Gesundheitsproblem dar. Bei den Muskel- und Skeletterkrankungen sind mit zunehmendem Alter sowohl steigende Fallzahlen als auch länger dauernde Arbeitsunfähigkeiten zu beobachten. Chronische Rückenschmerzen, Osteoporose und Arthrose sind weit verbreitete Erkrankungen.

Es wird angenommen, dass beispielsweise vier bis sieben Millionen Menschen in Deutschland von einer Osteoporose betroffen sind. Insbesondere Frauen nach den Wechseljahren unterliegen einem hohen Risiko an Osteoporose zu erkranken.

Eine bestehende Osteoporose verläuft häufig über einen langen Zeitraum beschwerdefrei. Erst im fortgeschrittenen Stadium kann eine Osteoporose zu Knochenbrüchen führen. Diese treten oftmals im Rahmen von alltäglichen Belastungen auf. In der Folge kommt es bei hochaltrigen Personen in vielen Fällen zu einem Verlust der Selbstständigkeit und nicht selten zur vollständigen Immobilität und Pflegebedürftigkeit.

Aktualisiert: 27.09.2018 – Autor: Dr. rer. med. Angela Jordan (Diplom-Oecotrophologin)

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