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Bäume mit Heilkräften: Sägepalme bis Zimt

Sägepalme gegen Prostataleiden

Herkunft: Die strauchartige Palme wächst in Küstennähe im südlichen Teil Nordamerikas. Die reifen, in der Luft getrockneten Früchte werden für die Heilmittelherstellung verwendet.
Wirkung: Die Hauptinhalts- und -wirkstoffe sind Steroide. Sie wirken den männlichen Hormonen entgegen und können die Vergrößerung der Prostata (Vorsteherdrüse) verhindern. Beschwerden beim Wasserlassen, die auf eine vergrößerte Prostata zurückzuführen sind, verbessern sich mit Sägepalmen-Präparaten.
Präparate
: Kapseln
Einsatzgebiete
: Gutartige Vergrößerung der Prostata (Stadien I und II).
Vorsicht
: Führt in seltenen Fällen zu Magenbeschwerden.
Tipp
: Auch bei Beschwerdebesserung sollten Sie regelmäßig zum Arzt gehen, um die Prostata kontrollieren zu lassen.

Teebaum sorgt für reine Haut

Herkunft: Der immergrüne Teebaum gehört zu den Myrtengewächsen und ist in Australien heimisch.

Wirkung: Aus den Blättern wird das ätherische Teebaumöl gewonnen. Die Inhaltsstoffe des Öls besitzen bakterien- und pilzabtötende Eigenschaften. Manchmal wird sein Einsatz bei rheumatischen Erkrankungen und zur Stabilisierung des Immunsystems empfohlen. Seine Wirksamkeit für diese Bereiche ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt.

Präparate: Öle, Kapseln, Pastillen, Creme, Badezusatz, Duschgel, Shampoo, Zahnpasta, Balsam, Lotionen, Tropfen.

Einsatzgebiete: Hauterkrankungen wie etwa leichte Akne und Fußpilz.

Vorsicht: Unverdünntes Öl kann auf vorgeschädigter Haut zu einer Kontaktdermatitis (Hautentzündung) führen.

Tipp: Geben Sie bei Fußgeruch 10 Tropfen Öl in Ihr warmes Fußbad.

Weide gegen Schmerzen

Herkunft: Die Weide ist ein typischer Baum Mittel- und Südeuropas. Allein in Europa gibt es 70 verschiedene Arten, die als Bäume, aber auch als Zwergsträucher wachsen.

Wirkung: Acetylsalicylsäure (ASS) ist seit über hundert Jahren als bewährtes Schmerzmittel im Einsatz, 1897 gelang es dem deutschen Chemiker Felix Hoffmann diese Substanz künstlich herzustellen. Sein Vorbild war die Salicylsäure, ein Inhaltsstoff in der Rinde kleiner Weidenzweige, der schon in den Hochkulturen Indiens und Ägyptens eingesetzt wurde, um Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern. Auch moderne Studien haben die entzündungshemmende, fiebersenkende und schmerzlindernde Wirkung der Weidenrinde bestätigt.

Präparate: Tee, Kapseln, Dragées

Einsatzgebiete: Rheumatische Schmerzen, Kopfschmerzen

Vorsicht: Bei Überempfindlichkeit gegen Salicylsäure.

Tipp: Gegen Morgensteifigkeit hilft die abendliche Einnahme.

Zimt - mehr als ein Gewürz

Herkunft: Die immergrünen Zimtbäume stammen aus dem Süden Chinas und Indiens und können je nach Sorte zwischen sechs und zwölf Meter hoch wachsen. Aus der Innenrinde wird eines der ältesten Gewürze gewonnen.

Wirkung: Ebenso wie das Gewürz gewinnt man auch die zu Heilzwecken eingesetzten Zimtöle aus der Baumrinde. Mittels Wasserdampf wird es aus der Rinde destilliert. Die Inhaltsstoffe des Zimts stimulieren die Produktion von Magensaft und eignen sich daher für den Einsatz bei Appetitlosigkeit und leichten Magenkrämpfen. Außerdem soll Zimt die Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetes verbessern helfen. Zimt ist wegen seines Inhaltsstoffes Cumarin, der in hohen Dosen die Leber schädigen kann, in Verruf geraten. Als Gewürz konsumiert, besteht jedoch kaum Gefahr. Wässriger Zimtextrakt aus der Apotheke enthält nur unbedenkliche Mengen an Cumarin.

Präparate: Kapseln, Gewürz, Badezusätze

Einsatzgebiete: Appetitlosigkeit, Magenverstimmung,Typ-2-Diabetes

Vorsicht: Allergische Haut- und Schleimhautreaktionen; hohe Cumarin-Konzentrationen im Cassia-Zimt können die Leber schädigen.

Tipp: Fragen Sie nach Ceylon-Zimt; er enthält wenig Cumarin und ist für die Gesundheit unbedenklich.

Aktualisiert: 07.03.2014

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