Naturheilverfahren: Atemtherapie

Falsches, vor allem zu flaches Atmen kann zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff führen und den Körper in seiner Leistungsfähigkeit und in seinem Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Denn bei einer zu flachen Atmung wird die Kapazität der Lunge nicht vollständig ausgenutzt. In den Lungenbläschen bleibt immer noch ein Teil verbrauchter Luft zurück und die Muskeln und Organe – aber vor allem das Gehirn – erreichen nicht ihre volle Leistungsfähigkeit.

Atemübungen

Die Atemtherapie versucht diese Defizite auszugleichen und soll es ermöglichen, auch in belastenden Situationen kontrolliert und richtig zu atmen. Die Atemübungen fördern die Sauerstoffaufnahme in der Lunge und sollen Muskelverspannungen lösen. Da die Atmung über das vegetative Nervensystem gesteuert wird, kann umgekehrt das vegetative Nervensystem auch über den Atem beeinflusst und harmonisiert werden.

Die Atemtherapie hat mittlerweile einen festen Platz in der Rehabilitation nach Operationen im Brustbereich oder zur unterstützenden Behandlung von Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma, chronische Bronchitis Mukoviszidose) gefunden.

Kosten der Atemtherapie

Wenn die Therapie von einem Vertragsarzt im Rahmen einer Therapie oder Rehabilitation verordnet wird, übernehmen die Kassen in der Regel die Kosten für die Behandlung. Wer seine Atemtechnik zur Entspannung und Erholung nach einem stressigen Arbeitstag verbessern will, der muss die Kosten dafür selber tragen. Vielfach bieten die Krankenkassen solche Kurse auch zusammen mit den Volkshochschulen an.

Aktualisiert: 11.07.2018 – Autor: Udo Schmidt

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