Naturheilverfahren: Hydrotherapie

In der Hydrotherapie werden neben den mechanischen Reizen des Wassers auf der Haut vor allem seine Eigenschaft als idealer Träger von Wärme und Kälte eingesetzt. Diese Eigenschaften werden in Form von Waschungen, Güssen, Bädern, Wickel und Packungen oder auch durch Sauna genutzt.

In erster Linie ist der Kälte-Reiz für die medizinische Wirkung der Wasseranwendungen verantwortlich. Die vorgeschalteten "Wärmephasen", zum Beispiel bei Wechselbädern oder beim Saunabesuch, sollen den Kältereiz verstärken.

Ziel der Anwendung ist die "Reaktion". Darunter verstehen die Hydrotherapeuten das warme und gleichzeitig erfrischende, wohlig-entspannte Körpergefühl, das sich nach einem Kaltwasserreiz einstellt. Ursache ist die bessere Durchblutung der Haut.

Wirkung der Hydrotherapie

Diese schnelle, akute Wirkung der Hydrotherapie kann zur Linderung vielfältiger Beschwerden eingesetzt werden: Schmerzzustände, Kreislaufschwächen, Durchblutungsstörungen, fiebrige Erkrankungen, Schlafstörungen oder Atemwegsbeschwerden. Die direkte Wirkung der Hydrotherapie ist zwar ein gutes Mittel zur Linderung verschiedener Symptome, aber die ursächliche Krankheit wird dadurch nicht geheilt.

Nur bei einem langfristigen Einsatz können wichtige Regelfunktionen im Körper wieder harmonisiert werden, beispielsweise das vegetative Nervensystem oder die Hormonproduktion. Davon profitieren unter anderem das Herz-Kreislauf-System. Langfristige Anwendungen wie Sauna oder regelmäßige kalte Güsse sind darüber hinaus ein hervorragendes Mittel zur Krankheitsvorbeugung und Stärkung der Immunabwehr.

Kosten der Hydrotherapie

Auch hier gilt, dass hydrotherapeutische Anwendungen von den Krankenkassen übernommen werden, wenn sie vom Arzt verordnet wurden.

Aktualisiert: 11.07.2018 – Autor: Udo Schmidt

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?