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Kennen Sie Ihre "Inneren Antreiber"?

Erfahrungen, die wir als Kind und in der Jugend machen, prägen unsere Persönlichkeit im Erwachsenenalter entscheidend mit. Viele Verhaltensweisen - die uns häufig nicht bewusst sind - lassen sich auf innere Antreiber zurückführen. Sei schnell! Streng dich an! Wer kennt sie nicht – diese Sätze aus der Kindheit. Sie helfen uns, in der Welt zurechtzukommen und Sicherheit zu erlangen. Manchmal kommt aber auch der Punkt, wo wir getrieben werden und uns unsere Antreiber zum Verhängnis werden.

Die 5 "Inneren Antreiber"

  • Sei perfekt!
  • Sei schnell!
  • Mach es allen recht!
  • Streng Dich an!
  • Sei stark!

"Innere Antreiber" können stressen …

Antreiber haben uns dahin gebracht, wo wir heute stehen – sie sind Teil unserer Persönlichkeit geworden. Entstanden sind sie zum großen Teil in unserer Kindheit unter dem Einfluss der elterlichen Erziehung oder anderer Erziehungspersonen wie z. B. Lehrer.

Im Grunde genommen sind die Antreiber Schnelligkeit, Genauigkeit, Liebenswürdigkeit, Bemühen bzw. Begeisterung und Stärke positive Eigenschaften – sie halfen uns, den jetzigen Status-Quo unserer Entwicklung zu erlangen. Sie können jedoch auch blockieren und einengend bzw. belastend wirken, insbesondere dann, wenn man sie sehr stark als Grundsatz übernommen hat.

Beispiele hierfür sind: Fehler machen ist schlimm, Zeit ist kostbar, alle sollen mich mögen oder Schwächen darf man nicht zeigen. In diesem Falle führen innere Antreiber nicht zum Erfolg, denn sie sind in ihrem Absolutheitsanspruch und ihrer Ausschließlichkeit nicht zu erfüllen.

…oder motivieren

Jeder Antreiber birgt - sofern man sich dessen bewusst geworden ist - auch die Möglichkeit ihm einen oder mehrere so genannte Erlauber entgegenzustellen. Diese können sein: ich darf mir Zeit für mich nehmen, ich darf auch mal nein sagen, ich darf Gefühle zeigen oder ich darf mich auch entspannen. Mit "Erlaubern" schafft man den nötigen Freiraum und kann sich von einengendem Druck befreien. Hier steckt im Übrigen auch die Chance, seine Persönlichkeit weiter zu entwickeln.

"Innere Antreiber" kontrollieren

Innerhalb der Entwicklung hin zum Erwachsenen sollte man sich über seine Antreiber im Klaren werden, damit sich diese nicht negativ auf das Leben auswirken können. Wer für Klarheit in Beruf und Privatleben sorgt, schafft auch den nötigen Freiraum für die Dinge, die einem am Herzen liegen.

Ziel ist deshalb das Bewusstsein dafür zu entwickeln, welche Reaktionen sinnvoll sind und welche nur Stress auslösen. Alte Antreiber-Gedanken können dann sukzessive durch neue Gedankenmuster ersetzt werden.

Aktualisiert: 08.05.2012

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