Was passiert bei einer Impfung?

Was passiert bei einer Impfung?

Wird ein Patient geimpft, bekommt er einen Impfstoff unter die Haut oder in den Muskel gespritzt oder er schluckt das Mittel. Im Impfstoff stecken die Erreger gefährlicher Krankheiten, wie Grippeviren, jedoch nicht in geballter Form: Meist sind es abgeschwächte, vermehrungsunfähige Keime bei Lebendimpfstoffen oder Totimpfstoffe. Bei dieser aktiven Immunisierung werden die Antikörper des Geimpften aktiviert. Bei der passiven Immunisierung bekommt der Patient die Antikörper gegen einen bestimmten Krankheitserreger gespritzt. Die Antikörper ihrerseits sorgen dafür, dass das Immunsystem Gedächtniszellen produziert. Kommt es zu einer Infektion, heften sich die Antikörper an die Krankheitserreger und machen sie unschädlich. Die passive Immunisierung wirkt meist nur für einige Monate. Wenn Patienten die Grundimpfungen bei der aktiven Immunisierung erhalten haben, reicht eine Auffrischung alle zehn Jahre.

Ist Skepsis gegenüber Impfen angebracht?

Impfen ist notwendiger Schutz, Impfstoffe sind sicher und gut verträglich - und doch sind manche Menschen skeptisch. Aber: Impfstoffe gehören zu den Medikamenten, die wohl am besten geprüft werden, denn die Anforderungen an ihre Sicherheit sind hoch. Stichwort "Nebenwirkungen": Bei Impfungen können so genannte Impfreaktionen auftreten, meist sind es Fieber, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle, die nach kurzer Zeit verschwinden. Durch weltweite Impfprogramme konnten Millionen Menschen vor gefährlichen Krankheiten geschützt werden. Doch gerade weil viele Krankheiten wie Masern, Röteln, Mumps seltener geworden sind, ging das Wissen um die Gefährlichkeit von Infektionen verloren. Das lässt sich an niedrigen Durchimpfungsraten deutlich ablesen, vor allem bei den Auffrischimpfungen für Diphtherie oder Tetanus.

Aktualisiert: 13.02.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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