Gesunde Beziehung: persönliche Macht ist wichtiger Faktor

Das Rezept für die perfekte Beziehung gibt es nicht. Jede Partnerschaft ist auf ihre Weise einzigartig und lebt von unterschiedlichen Einflüssen und Faktoren. Wissenschaftler*innen haben jetzt herausgefunden, wie sich Machtverhältnisse auf die Beziehung auswirken.

Paar sitzt auf Fensterbank © Getty Images/Westend61

Neben bekannten Faktoren wie Vertrauen, Sexualität und Engagement in der Beziehung spielt auch die gefühlte Macht in der Partnerschaft eine wichtige Rolle.

Geheimrezept einer glücklichen Liebe: freie Entscheidungen

Insgesamt wurden 181 Personen im Rahmen der Studie zu ihrer Beziehung befragt. Die Teilnehmer*innen waren zwischen 18 und 71 Jahre alt und im Durchschnitt seit circa acht Jahren in einer Partnerschaft. Das Ergebnis war überraschend: Obwohl in vielen Beziehungen die Männer über eine größere positionelle Macht verfügten, also beispielsweise einen besser bezahlten Job ausübten oder einen höheren Bildungsabschluss hatten, war diese kein entscheidender Faktor für eine erfüllende und gesunde Beziehung.

Vielmehr ist das persönliche Machtgefühl des*der Liebenden der Schlüssel: "Offenbar sind vor allem die subjektiv erlebte Macht und das Gefühl, frei handeln zu können, für die Beziehungsqualität bedeutsam", sagt Psychologe und Studienleiter Robert Körner.

Die Entscheidungsfindung bezieht sich bereits auf kleine Aspekte, die oft im Alltag auftreten, beispielsweise die Wahl eines gemeinsamen Urlaubsziels oder eines Restaurants für das gemeinsame Abendessen. Partner*innen wollen besonders über Aspekte frei entscheiden, die ihnen persönlich wichtig sind.

Besteht in der Entscheidungsfindung ein harmonisches Gleichgewicht, hat dies einen positiven Einfluss auf die Qualität der Beziehung.

Aktualisiert: 12.07.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin