E-Bike: Mit viel Schwung in die Rad-Saison

Der Frühling dreht am Rad: Besonders im Lockdown suchen viele Menschen den Ausgleich in der Natur. E-Bikes und lange Fahrradtouren helfen, den nötigen Abstand zu gewinnen. Der Vorteil: Auch ältere Personen oder untrainierte Menschen können durch E-Bikes mithalten und es ergeben sich so Fahrradtouren für die ganze Familie.

Frau auf E-Bike © Getty Images/amriphoto

E-Bikes werden immer beliebter. Die Fahrräder sind in verschiedenen Preisklassen erhältlich. Vom einfachen Stadtrad bis zum professionellen Mountainbike – diese E-Bikes liegen im Trend.

E-Bike-Kauf: Tipps, Tricks und Besonderheiten

Grundsätzlich wird zwischen verschiedenen Arten unterschieden. Der Begriff E-Bike hat sich mehr oder weniger eingebürgert und wird meist mit einem Pedelec gleichgesetzt. Die kleinen aber feinen Unterschiede liegen meist im Motor:

1. Pedelec

  • Herkömmliches Fahrrad mit elektrischer Unterstützung (Antriebsassistent).
  • Antriebsleistung reicht bis zu 250 Watt.
  • Unterstützung des Antriebs greift bis zu 25 km/h.
  • Für die Pedelecs gelten die normalen Regeln der Straßenverkehrsordnung, die auch für normale Fahrräder zählen.

2. E-Bike

  • Eigentlich ein Zweirad mit (elektrischem) Motor.
  • Früher auch als Mofa bekannt.

3. S-Pedelec

  • Das stärkere Pedelec.
  • Motorleistung bis zu 450 Watt.
  • Kann bis zu 45 km/h schnell werden.
  • In Städten auf Fahrradwegen verboten, ebenso verboten sind Fahrrad-Anhänger.
  • Führerschein wird benötigt.

E-Bike oder Pedelec kaufen: Das ist zu beachten

Für das Pedelec oder E-Bike gibt es einige Punkte zu beachten, die beim normalen Fahrradkauf keine Rolle spielen:

  • Motor und Akku: Das Antriebssystem des Pedelecs liegt meist in der Mitte. Diese Art ist leise und verschleißarm und hat einen geringen Einfluss auf das Fahrverhalten.
    Zudem sind Motoren an der Gabel oder am hinteren Teil des Rads verfügbar. Frontmotoren sind meist schwerer und verändern den Schwerpunkt des Fahrrads. Heckmotoren hingegen bestechen durch die direkte Kraftübertragung auf das Hinterrad. Auch der Preis des Pedelecs spielt besonders bei Motor und Akku eine wichtige Rolle. Meist sind klassische und bekannte Firmen oder Marken aus Europa zwar etwas teurer, aber auch zuverlässiger und langlebiger.
    Der Akku liegt oft im Gepäckträger des Fahrrads, er sollte nicht zu schwer sein und über eine hohe Kapazität verfügen. Wichtig sind neben der angegebenen Reichweite des Herstellers auch die Einschätzung der eigenen Strecken, das Gewicht des Fahrrads, Gegenwind und Zusatzgepäck. Für längere Touren gibt es zusätzliche Akkus zu kaufen.
  • Reichweite des Fahrrads und Gelände vor dem Kauf einschätzen – Probefahrten nutzen: Wie lang wird die Fahrradtour mit dem E-Bike? Welche Höhenmeter sollen mit dem E-Bike absolviert werden? Wird es ein Pedelec für die Stadt oder sind Touren im Wald und Gelände geplant? Ein zuverlässiger Fahrradhändler wird solche Fragen bewusst stellen, um den richtigen Fahrrad-Typ und geeigneten Motor und Akku zu ermitteln.
    Auch Probefahrten beim Händler vor Ort sind von Vorteil. Meist werden Funktionen und besondere Highlights des Rads erklärt. Ebenso spielen die Reifengröße und der Rahmen für das optimale Fahrverhalten eine entscheidende Rolle.
  • Das E-Bike ist auch nur ein Fahrrad: Da die Basis des E-Bikes oder Pedelecs noch immer das herkömmliche Fahrrad ist, sollten auch diese Punkte weiterhin beachtet werden:
    • Reifengröße
    • Bremsen
    • Rahmengröße auf Körpergröße und Geschlecht angepasst
    • Gangschaltung und Pedale

Zusätzliche Ausrüstung und Sicherheitsstandards, wie ein Fahrradhelm, können je nach Bedarf beim regionalen Fahrradhändler, aktuell meist über "Click & Collect", erworben werden.

Diese E-Bike-Typen gibt es

Je nach Strecke und Terrain sind auch im Bereich der E-Bikes oder Pedelecs verschiedene Fahrradtypen erhältlich. Diese unterscheiden sich bis auf ihren elektrischen Antrieb meist nicht von den normalen Rad-Typen.

  1. City-E-Bike: Das Stadtrad ist ein bequemer Begleiter beim Einkaufen und kurzen Wegen. Der tiefe Einstieg eignet sich gut für Personen mit Hüft- und Knieproblemen. Allgemein verfügt das Rad über wenig Gänge und über die Ausstattung der Straßenverkehrsordnung.
  2. Trekking-E-Bike: Das Trekking-E-Bike eignet sich perfekt für die Stadt und Radtouren auf asphaltierten Straßen. Auch der Transport von Gepäck, egal ob Einkäufe oder Verpflegung auf Radtouren, ist mit dem Trekking-E-Bike möglich.
  3. Cross-E-Bike: Das sportliche Rad ist abseits der Straße zu Hause und eignet sich für längere, kombinierte Fahrradtouren.
  4. Hardtail-E-Bike: Das wohl gängigste E-Mountainbike besticht auch durch seine Qualitäten im Alltag und ist besonders im Wald geeignet. Über Stock und Stein macht das Hardtail-E-Bike eine besonders gute Figur.

Weitere E-Bike- und Pedelec-Typen sind:

  • Fully-E-Bike
  • E-Rennrad
  • Pedelecs zum Klappen
  • Elektrische Lastenräder

So gesund sind E-Bike und Pedelecs

Pedelecs und E-Bikes stehen oft im Zusammenhang mit der erschwerten Handhabung und einem erhöhten Unfallrisiko in der Diskussion, da meist Personen im höheren Alter (48 bis 68 Jahre) diese Fahrräder nutzen. Die Sensomotorik und Koordination sowie das Balancegefühl nehmen im Alter ab, was zu einem erhöhten Unfallrisiko mit dem Pedelec führen kann. Grundsätzlich können E-Bike und Pedelecs Körper und Geist fördern:

  • Erhöhte soziale Teilhabe und Mobilität in Form von längeren Radtouren mit der Familie und Freunden.
  • Stärkt das Herz-Kreislauf-System.
  • Gelenkschonender Sport für ältere Personen oder Menschen mit Übergewicht.
  • Aufenthalt an der frischen Luft begünstigt gesunden Schlaf.
  • Moderates Ausdauertraining stärkt das Immunsystem.

Pedelecs und E-Bikes erleichtern besonders älteren Menschen und Personen mit Adipositas oder Vorerkrankungen und Trainingsrückstand den Alltag und bieten eine gesunde Möglichkeit, Sport mit der Familie und Freunden auszuüben und das Leben flexibler und mobiler zu gestalten.

Aktualisiert: 15.04.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin