COVID-19: EMA prüft Corona-Medikament

Neben der Entwicklung von Corona-Impfstoffen stehen auch innovative Medikamente gegen SARS-CoV-2 im Fokus der Forschung. Das Medikament Evusheld, welches von AstraZeneca entwickelt wurde, soll Infizierte vor einem schweren Corona-Verlauf schützen.

Coronaviren
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Evusheld soll unter anderem bei Impfdurchbrüchen und infizierten Risikopatient*innen in den ersten Tagen nach der Infektion oder Symptombeginn verabreicht werden.

Corona-Medikament Evusheld – so wirkt es

Das Arzneimittel besteht aus den beiden monoklonalen Antikörpern Tixagevimab und Cilgavimab – hierbei handelt es sich um Antikörper, welche auf Basis bestimmter (Virus-)Zellen modifiziert werden und sich gegen das Virus wehren. Die Einsatzgebiete sind meist Diagnostik und Therapie, beispielsweise bei Krebs oder als Immunsuppression. Auch bei COVID-19 sollen monoklonale Antikörper verwendet werden.

Diese binden Virus-Strukturen oder blockieren Rezeptoren auf menschlichen Zellen. So soll der Eintritt des Coronavirus in die menschlichen Zellen unterbunden werden. Tixagevimab und Cilgavimab fesseln verschiedene Stellen des Spike-Proteins und blockieren so den Eintritt des Virus in die Zelle.

Da verschiedene Antikörper unterschiedliche Teile des Virusproteins binden, ist die kombinierte Verwendung wirksamer als eine alleinige.

EMA überprüft Corona-Medikament im Rolling Review

Um ein schnelleres Zulassungsverfahren zu ermöglichen, überprüft die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) bereits im Vorfeld zum Zulassungsantrag erste Studien und Ergebnisse zu Corona-Medikamenten und Impfstoffen. Dieses sogenannte Rolling-Review-Verfahren kann den offiziellen Zulassungsantrag somit beschleunigen. Neben Evusheld befinden sich auch die Corona-Impfstoffe von Sinovac, Novavax und Sanofi sowie das russische Vakzin Sputnik V im rollenden Verfahren.

Aktualisiert: 20.10.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin