Bubble Tea: Wie gesund ist der TikTok-Trend?

Bubble Tea erlebt derzeit ein Comeback. Vor allem auf TikTok ist das farbenfrohe Getränk sehr beliebt. Aber was steckt eigentlich in Bubble Tea, wie gesund ist er und wie stellt man ihn selbst her?

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Was ist Bubble Tea?

Frauen beim Bubble Tea trinken © Getty Images/LeoPatrizi
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Bubble Tea besteht aus einem Basisgetränk, das aus Tee, aber auch Saft, Kaffee, Milch oder Joghurt bestehen kann. Sirup verleiht ihm seine bunte Farbe. Der Clou an Bubble Tea sind jedoch Tapiokaperlen (Bubbles), die zuvor in Sirup eingelegt und mit Lebensmittelfarbe gefärbt werden. Die Tapiokaperlen sind haselnussgroß und haben eine Konsistenz ähnlich wie ein Kaubonbon.

Getrunken wird der Bubble Tea durch einen dicken Strohhalm, manche Bubbles platzen beim Daraufbeißen und geben einen süßen Kern frei. Ursprünglich kommt der Trend aus Taiwan. Aber was ist eigentlich im Bubble Tea drin? Ist er gesundheitlich für jeden unbedenklich? Wie kann ich ihn zuhause selbst herstellen? Diese und andere Fragen rund um das Trendgetränk beantworten wir hier.

Vielfältige Geschmacksrichtungen

Frau hält Bubble Tea © Getty Images/Boyloso
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In Geschäften für Bubble Tea gibt es eine große Auswahl. Als Basis kommen grüner oder schwarzer Tee infrage, aber oft auch Saft, Kaffee, Milch oder Joghurt. Die extreme Süße entsteht durch Fruchtsirup, welcher in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen zugesetzt werden kann. Dazu kommen die Tapiokaperlen, alternativ gibt es auch Fruchtperlen im Angebot. Manchmal wird als Extrazutat auch noch Eis hinzugefügt.

Wie viele Kalorien hat Bubble Tea?

Bubble Tea mit Perlen im Glas © Getty Images/tashka2000
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Bubble Tea ist ein extrem kalorienhaltiges Getränk mit viel Zucker. Ein mittelgroßer Bubble Tea von etwa 300 Millilitern hat je nach Zutaten ungefähr 300 bis 700 Kalorien. Er enthält also umgerechnet bis zu 16 Stück Würfelzucker. Damit kann ein einziger Bubble Tea eine komplette Mahlzeit ersetzen. Der Teesollte also kein fester Bestandteil der Ernährung sein, sondern in Ausnahmefällen genossen werden.

Die Kalorien beim Bubble Tea können etwas reduziert werden, indem man ihn nur mit der Hälfte an Sirup und Bubbles bestellt und als Basisgetränk grünen oder schwarzen Tee wählt. Um die Umwelt zu schonen und Plastikmüll zu sparen, empfiehlt es sich einen eigenen Becher von zuhause mit ins Geschäft zu bringen. Auch extra dicke Strohhalme gibt es in einer wiederverwertbaren Variante.

Woraus bestehen Tapiokaperlen?

Maniokwurzel für Bubble Tea Perlen © Getty Images/RHJ
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Tapiokaperlen bestehen aus Stärke der Maniokwurzel. Maniok, das in Mittel- und Südamerika auch als Yuca bekannt und sehr verbreitet ist, ist eine stärkehaltige Wurzel, die oft als Mehl verarbeitet wird. Die Wurzeln werden 15 bis 100 Zentimeter lang und können bis zu 15 Kilogramm wiegen.

Es gibt auch Bubbles im Bubble Tea aus Alginat. Diese enthalten dann meist eine flüssige Füllung aus Sirup. Alginat ist das Salz der Braunalge und wird meist als Verdickungsmittel eingesetzt.

Für wen ist Bubble Tea nicht geeignet?

Bunte Bubble Teas © Getty Images/peakSTOCK
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Aufgrund der vielen Farb- und Zusatzstoffe sollten Allergiker*innen Bubble Tea meiden oder selbst machen, damit sie wissen, was enthalten ist.

An den Bubbles können sich besonders Kinder leicht verschlucken, wodurch Erstickungsgefahr besteht. Deshalb ist das Getränk für Kinder absolut ungeeignet – auch wenn die bunten Getränke verlockend sind.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht muss aber allein wegen des hohen Zuckergehalts jedem vom Konsum von Bubble Tea abgeraten werden.

Bubble Tea zuhause selbst machen

Bubble Tea mit Früchten und Perlen © Getty Images/eurobanks
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Da es Tapiokaperlen inzwischen nicht mehr nur in Asialäden, sondern auch in gut sortierten Supermärkten gibt, lässt sich ein etwas gesünderer Bubble Tea leicht zuhause herstellen.

Dafür 200 Milliliter grünen oder schwarzen Tee kaltstellen. Etwa zwei bis vier Esslöffel Tapiokaperlen in ein großes Glas geben und mit dem kalten Tee aufgießen. Nach Geschmack etwa 100 Milliliter Saft, beispielsweise Mangosaft hinzugeben und mit 100 Millilitern gezuckerter Kondensmilch abrunden. Ein paar Eiswürfel dazu und genießen!

Aktualisiert: 25.05.2021 - Autor: Miriam Funk, Medizinredakteurin und Physiotherapeutin