Corona-Infektion: Kann ich mich im Freien anstecken?

Das schöne Wetter, Corona-Lockerungen, die Öffnung der Außengastronomie und längere Tage im Sommer machen Lust auf mehr Zeit im Freien und in der Natur. Doch wie hoch ist das Infektionsrisiko mit Corona draußen noch? Was zu beachten ist und wo es gefährlich werden könnte.

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Corona-Infektion: So hoch ist das Ansteckungsrisiko im Freien

Zwei Personen auf einer Parkbank © Getty Images/kzenon
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Laut ersten Studien sei das Infektionsrisiko in Innenräumen 19-mal höher als im Freien. Dennoch kann es auch draußen zu einer Corona-Infektion kommen. Abstandsregeln und Maskenpflicht sollten deshalb bei engem Kontakt im Freien trotz geringer Ansteckungsgefahr nicht außer Acht gelassen werden.

Verantwortlich für das niedrige Infektionsrisiko ist die geringere Aerosolbelastung draußen. Bei Aerosolen handelt es sich um Partikel, welche von der Luft getragen und transportiert werden. Die Aerosolpartikel sind im Allgemeinen klein und leicht und können je nach Zusammensetzung viele Stunden oder Tage verweilen und in dieser Zeit weite Wege zurücklegen.

Virusbeladene Aerosolpartikel werden beim Niesen und Husten freigesetzt, können aber auch beim normalen Atmen, Sprechen, Singen oder Flüstern generiert werden. Daher spielt auch die normale Atmung im Zuge der Corona-Infektion eine wichtige Rolle. Um das Risiko einer Corona-Infektion zu senken, wird ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Gegenüber empfohlen.

Die ständige Luftzirkulation im Freien kann die Aerosolpartikel auflösen und das Risiko einer Corona-Infektion somit deutlich senken.

Corona-Infektion: Ansteckungsrisiko beim Sport

Kinder beim Fußballspielen © Getty Images/matimix
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Laut einer irischen Studie ist nur eine von 1.000 Corona-Infektionen auf eine Aktivität oder Sport im Freien zurückzuführen.

Obwohl Sportler*innen tief ein- und ausatmen und so mehr Partikel freigeben, reicht es, den Mindestabstand einzuhalten und die Kontaktzeiten deutlich einzugrenzen. Kontaktsportarten wie Basketball oder Fußball und auch Joggen im Freien bergen daher ein niedriges Infektionsrisiko.

Wichtig ist, unnötige Ansammlungen von Menschen, beispielsweise in Umkleidekabinen oder Duschen, zu vermeiden oder während des Trainings und in Pausen auf engen Kontakt zu verzichten.

Corona-Infektion beim Spazierengehen: Wie hoch ist das Risiko?

Mädchen beim Spaziergang © Getty Images/Karan Kapoor
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Das Infektionsrisiko beim Spazierengehen wird als sehr gering eingeschätzt. Die ständige Bewegung verhindert die Entstehung einer Aerosolwolke. Stetiger Wind kann die Übertragung allerdings fördern, daher sollte man die Richtung ändern oder einmal die Seite tauschen.

Zusätzlich können Sonnenstrahlen das Infektionsrisiko senken, da Corona-Viren besonders empfindlich auf UV-Strahlung reagieren und die virenbeladenen Aerosolpartikel schneller eliminiert werden können. Die Kraft der Sonne ist in den Frühlings- und Sommermonaten deutlich höher als im Herbst und Winter.

Außengastronomie: Infektionsrisiko in Biergarten und Cafés

Personen im Cafe © Getty images/Halfpoint Images
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Um das Infektionsrisiko im Biergarten oder der Außengastronomie zu verhindern, empfiehlt es sich, nicht im Abwind oder dem konstanten Luftzug eines anderen Tisches zu sitzen.

Zudem sollte auch mit dem Gesprächspartner am Tisch ein Abstand bestenfalls über den Tisch hinweg gewahrt werden. Riechen Sie das Parfüm oder Rasierwasser einer Person, ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, auch die Aerosole des Gegenübers einzuatmen. Achten Sie daher auch auf Richtung und Entfernung des Luftzugs, der die Verbreitung der Aerosole begünstigen könnte.

Corona-Infektion beim Picknick: Öfter mal die Seite wechseln

Frauen beim Picknick © Getty Images/Linda Raymond
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Auch beim gemeinsamen Treffen auf Parkbänken oder dem Feierabendbier auf der Picknickdecke empfiehlt es sich, ausreichend Abstand zum*zur Gesprächspartner*in zu wahren und die Aerosolwolke zu verhindern.

Aktualisiert: 25.05.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin