Digital Detox: Wie wirkt die Smartphone-Pause?

Computer und Handy aus, Flugmodus an oder Social-Media Apps löschen: Digital Detox kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen und sich positiv auf die körperliche und seelische Gesundheit auswirken. Vielen Menschen sind die Sucht nach dem Smartphone und die Auswirkungen der ständigen Erreichbarkeit gar nicht klar. Erst nach längerem und bewusstem Handy-Verzicht macht sich Digital Detox bemerkbar.

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Digital Detox: das Verlangen nach dem Smartphone

Frau liest ein Buch © Getty Images/ Halfpoint Images
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Viele Menschen sind gefühlt 24 Stunden am Tag erreichbar, fast ebenso oft wird das Smartphone zur Hand genommen und werden E-Mails oder die sozialen Medien überprüft. Bei der digitalen Entgiftung fällt dieser Aspekt weg. Zu Beginn fühlen sich die Pausierenden leer und verspüren das ständige Verlangen, nach dem Smartphone zu greifen.

Diese sogenannten "Cravings" lassen allerdings nach zirka ein bis zwei Tagen nach und die Handy-Pause wird erträglich und kann sogar für positive Effekte sorgen.

Erholung für die Psyche – Produktivität nimmt zu

Mann sammelt Gedanken und Ideen © Getty Images/ Westend61
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Wer weniger Zeit am Computer oder vor dem Handy verbringt, hat mehr Zeit für andere Dinge. Das Leben wird zudem oftmals wieder bewusster wahrgenommen, da sich der Blickwinkel erweitert.

Studien zeigen, dass Personen dank Digital Detox mehr Sport treiben, sich bewusster ernähren und Zeit in Freunde, Familie oder gute Bücher investieren. Der Handyverzicht kann helfen, die Seele baumeln zu lassen.

Digital Detox kann die Konzentration fördern

Frau beim Post-It schreiben und Mind Mapping © Getty Images/ Luis Alvarez
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Handyverzicht kann helfen, die Konzentration zu fördern und den Fokus auf die wichtigen Dinge zu legen. Wer sich nicht ständig ablenken lässt, kann produktiver arbeiten und sich länger konzentrieren.

Social Media-Pause mit positivem Effekt für die Psyche

Jugendliche haben Spaß im Park © Getty Images/Maskot
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Besonders junge Mädchen und Frauen lassen sich oft durch die sozialen Medien blenden. Das perfekte Leben auf dem Bildschirm wird in die Realität projiziert. Die Folge: Depressionen, Selbstzweifel und mangelndes Selbstbewusstsein.

Wer Digital Detox betreibt oder bestimmte Apps bewusst löscht, wird in der Regel weniger mit der falschen Realität konfrontiert. Erste Auswertungen zeigen, dass das Risiko von Depressionen bei Jugendlichen durch Handy-Verzicht reduziert werden kann und negative Empfindungen schwinden können.

Digital Detox für mehr Autonomie

Jugendliche mit Karte © Getty Images/Muriel de Seze
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Wer kennt es nicht? Bei Fragen oder Problemen wird meist zum Smartphone gegriffen, gegoogelt oder das Navigationssystem angeworfen. Digital Detox kann helfen, wieder selbstständiger und autonomer zu handeln. Besonders für junge Erwachsene ist dies ein wichtiger Aspekt der persönlichen Entwicklung.

Aktualisiert: 20.01.2022
Autor*in: Alexandra Maul, News-Redakteurin