Corona: Das sind die größten Infektionsherde

Kontaktbeschränkungen, geschlossene Läden und Home-Office-Pflicht waren lange eine Folge der Corona-Pandemie. Über die Beschränkungen wurde viel diskutiert, das Infektionsrisiko immer wieder neu untersucht. Mit der zuerst in England aufgetauchten Alpha-Variante, welche ein erhöhtes Ansteckungsrisiko birgt, stiegen die Infektionszahlen rapide an. Britische Wissenschaftler*innen analysierten auf Basis der nationalen Kontaktverfolgung Corona-Fälle im Zusammenhang mit Ort und Anwesenheitsdatum. Die Studie, die bisher im Wissenschaftsmagazin The Lancet vorveröffentlicht wurde, zeigt, an welchen Orten die Wahrscheinlichkeit besonders hoch ist, sich zu infizieren. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Corona-Infektion: hohes Risiko beim Friseur und kosmetischer Behandlung

Frau beim Friseur während Corona © Getty Images/svetikd
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Obwohl Friseure, Kosmetik- und Nagelstudios in England während des Untersuchungszeitraums für zirka einen Monat geschlossen waren, wurde die Wahrscheinlichkeit, sich dort zu infizieren, als besonders hoch eingestuft. Auch in Großbritannien gelten die Maskenpflicht und Abstandsregeln. Kund*innen und Friseur*innen wird zwar empfohlen eine FFP2-Maske zu tragen, eine medizinische Maske des Typs 2 und ein Faceshield reichen allerdings aus.

Die Fallzahlen bei persönlichen Dienstleistungen waren zwar gering, wurde jedoch eine Corona-Infektion festgestellt, infizierten sich meist aufgrund kleiner Räume viele Personen.

In Deutschland variieren die Sicherheitsmaßnahmen in Friseursalons je nach Inzidenz des Landkreises oder der Stadt. Wie FFP2-Maskenpflicht, Antigen-Schnelltests und die Quadratmeterregel im Salon das Infektionsrisiko hier zu Lande beeinflussen, ist bisher nicht bekannt.

Infektionsrisiko im Kindergarten höher als in Schulen

Erzieher spielt im Kindergarten © Getty Images/Westend61
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Das Risiko, sich mit Corona zu infizieren, ist in Bildungseinrichtungen, wie Kindertagesstätten, Kindergärten, Vorschulen und Sonderschulen höher als in Grundschulen und weiterführenden Schulen.

Besonders körperliche Nähe oder Distanz können das Infektionsrisiko beeinflussen. Zwischen Erzieher*innen und Kindern besteht aufgrund des Alters oft ein längerer und enger Kontakt.

Aufgrund der weitreichenden Schulschließungen in England machten Schulen insgesamt aber einen geringen Anteil der Neuinfektionen aus.

Private Treffen mit Freunden und Verwandten

Frauen auf Familienfeier © Getty Images/Silke Woweries
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Gesundheitsminister Jens Spahn appellierte vor den Weihnachtsfeiertagen und den Osterferien an die Bevölkerung, die Kontakte auch während der Festtage so gering wie möglich zu halten, um das Infektionsrisiko zu reduzieren.

Die britische Studie bestätigt den Appell des Gesundheitsministers: Treffen mit Freunden und Familie finden meist auf engem Raum statt. Hygienebeschränkungen und Maskenpflicht werden nicht beachtet. Das Infektionsrisiko ist hierbei besonders hoch.

Hier ist das Infektionsrisiko gering

Frau im Krankenhaus © Getty Images/Morsa Images
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Aufgrund des strikten Lockdowns und erheblicher Sicherheitsmaßnahmen wird das Infektionsrisiko in Pflegeberufen und sozialen Einrichtungen als besonders niedrig bewertet. Auch in anderen Bereichen greifen die Kontaktbeschränkungen, Hygienemaßnahmen und der Lockdown:

  • Supermärkte
  • Universitäten
  • Öffentlicher Dienst

Aktualisiert: 02.07.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin