So krank macht das Smartphone wirklich: 7 Anzeichen

Das Smartphone ist ein täglicher Begleiter im Alltag. Ob am Morgen beim Frühstück, im Job oder in den Pausen während und nach der Arbeit: Bei vielen Menschen ist das Handy immer dabei. Doch der ständige Smartphone-Konsum kann der Gesundheit schaden. Denn übermäßiger Handygebrauch wirkt sich negativ auf den Körper aus. Diese 7 Anzeichen zeigen, dass Sie öfter mal die Finger von Ihrem Mobiltelefon, Tablet & Co. lassen sollten.

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1. Ständige Nackenbeschwerden: der Handy-Nacken

Mann vor dem Smartphone © Getty Images/RossHelen
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Tägliche Arbeit im Home Office können eine Ursache für Nacken- und Rückenschmerzen sein. Doch auch die jüngere Generation leidet bereits an den Beschwerden. Beim Gebrauch des Smartphones ist der Nacken meist gebeugt und der Blick nach unten gerichtet. Diese Haltung führt zu Überlastungen der Halswirbelsäule und der oberen Rückenmuskulatur.

Mithilfe einer Smartphone-Pause und verschiedener Übungen zur Stärkung des Muskelapparats können Beschwerden und Schmerzen reduziert werden. Zudem ist es wichtig, den Kopf auch beim Smartphone-Gebrauch möglichst aufrecht zu halten.

Massagen und Faszien-Rollen können bei akuten Beschwerden helfen.

2. Handy-Daumen sorgt für das Karpaltunnel-Syndrom und Sehnenscheidenentzündungen

Vater und Kind am Playstation spielen © Getty Images/mihailomilovanovic
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Übermäßiger Smartphone-Konsum wirkt sich nicht nur negativ auf den Rücken aus, auch die Hände leiden unter dem ständigen Gebrauch. Wer viel vor dem Handy sitzt, riskiert Sehnenscheidenentzündungen oder ein Karpaltunnelsyndrom.

Die andauernden Bewegungen der Daumengelenke können die Nerven schädigen und zu Entzündungen der betroffenen Region führen. Ein Karpaltunnel-Syndrom und Sehnenscheidenentzündungen können zudem bei Kindern und Jugendlichen auftreten, die vermehrt vor Spielekonsolen oder dem Computer sitzen. Der "Zocker-Daumen" wird meist durch den übermäßigen Gebrauch von Controllern ausgelöst.

Auch hier empfiehlt es sich, die Zeiten vor dem Endgerät zu überdenken und bei Problemen konsequent zu handeln und eine bildschirmfreie Zeit einzulegen.

3. Smartphone-Schulter und Selfie-Arm durch falsche Haltung ausgelöst

Mädchen machen Selfies © Getty Images/ Westend61
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Wird das Smartphone oft frontal zum Gesicht im Querformat gehalten, um Videomaterial oder Social-Media-Inhalte besser sehen zu können, führt dies zu Verspannungen im Schulterbereich. Die Folge sind Schmerzen und Beschwerden im Alltag sowie Fehlstellungen.

Das Phänomen kann zudem nach Videotelefonaten oder Selfies auftreten.

4. Kurzsichtigkeit nach zu viel Handy-Konsum

Mann sieht auf sein Smartphone © Getty Images/xijian
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Wer für lange Zeit auf einen beleuchteten Bildschirm schaut, zieht auch seine Augen in Mitleidenschaft. Die Folge: trockene und brennende Augen. Doch auch langfristig hat ein starker Konsum Konsequenzen. Bei intensiver Smartphone-Nutzung steigt auch das Risiko der Kurzsichtigkeit.

Der Abstand zwischen Endgerät und Augen sollte größer als 30 Zentimeter sein, dies ist meist allerdings nicht der Fall.

5. Schlafstörungen durch Smartphone-Konsum

Frau mit Schlafstörungen © Getty Images/Maria Korneeva
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Regelmäßiger Smartphone-Konsum begünstigt Studien zufolge Schlafstörungen. Die Handy-Nutzung wühlt viele Menschen emotional auf und regt die geistige Aktivität an. Wer abends ein Buch liest, schläft laut Fachleuten besser als Handy-Nutzende.

Der Körper fällt in eine regelrechte Bereitschaftsstellung, wodurch man schlechter schläft. Die Nacht wirkt deshalb meist weniger erholsam. Zudem verlieren viele Menschen während des Gebrauchs das Zeitgefühl, was sich negativ auf den Schlafrhythmus auswirken kann.

6. Konzentrationsstörungen besonders bei Kindern und Jugendlichen

Unkonzentriertes Kind beim Lernen © Getty Images/ Anna Bizon
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Heutige Generationen wachsen mit Smartphones, Tablets & Co. auf und finden sich in der technischen Welt meist gut zurecht. Dennoch hat ein übermäßiger Smartphone-Konsum besonders für Kinder und Jugendliche negative Folgen. Wer sich länger als eine Stunde täglich mit digitalen Medien beschäftigt, wird hyperaktiver und leidet unter Konzentrationsstörungen.

Eltern sollten ihren Kindern daher bereits früh den bewussten und kontrollierten Umgang mit mobilen Endgeräten und Konsolen beibringen.

7. Smartphone-Sucht: ein Leben ohne ist nicht möglich

Mädchen spielen mit Handy © Getty Images/ The Good Brigade
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Digital Detox ist für Menschen, die süchtig nach ihrem Smartphone sind, eine echte Herausforderung. Die Nomophobie, also die Angst, ohne das Handy zu sein, macht sich durch Nervosität, Stress, Panik oder Angststörungen bemerkbar.

Wer zu oft grundlos auf sein Smartphone schaut, könnte von der Sucht betroffen sein.

Aktualisiert: 28.01.2022
Autor*in: Alexandra Maul, News-Redakteurin