Vitamin-D-Mangel? – Diese Risikofaktoren gibt es!

Vitamin D unterstützt den Knochenaufbau, Zahnerhalt und das Immunsystem. Besonders in der kalten Jahreszeit greifen viele Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln, um einen möglichen Vitamin-D-Mangel zu decken. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten, da überschüssiges Vitamin D nicht vom Körper abgebaut werden und in der Folge besonders die Nieren schädigen kann. Die Einnahme von Präparaten und ein möglicher Vitamin-D-Mangel sollte daher unbedingt von dem*der Hausarzt*Hausärztin überprüft werden. Doch welche Risikofaktoren für einen Vitamin-D-Mangel gibt es und was sind mögliche Ursachen?

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1. Mangelnde Sonneneinstrahlung für Vitamin-D-Mangel verantwortlich

Frau genießt Sonne © Getty Images/Westend61
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Laut Studien leidet die Hälfte aller Deutschen unter Vitamin-D-Mangel. In den kalten Monaten von Oktober bis März ist die Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden zu gering, um ausreichend Vitamin D zu produzieren. Grund dafür ist der Winkel der Sonne zur Erde.

Ein Teil des Vitamin-D-Bedarfs kann auch über die Ernährung gedeckt werden. Hierbei eignen sich besonders Lebertran und Fische wie Hering, Makrele oder Lachs. Auch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten kann einen Mangel ausgleichen, der Gebrauch sollte allerdings mit einem*einer Arzt*Ärztin besprochen werden.

2. Büroarbeit und wenig Zeit im Freien

Frau arbeitet im Büro © Getty Images/10'000 Hours
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Die Auto- oder Bahnfahrt ins Büro, die Zeit im (Home-)Office und Mittagspausen in der Kantine: Viele Menschen verbringen ihren (Arbeits-)Tag in Innenräumen. Die Folge: Vitamin D kann nur selten produziert werden. Tipp: Verbringen Sie die Mittagspause wenn möglich im Freien, legen Sie Pausen mit kurzen Spaziergängen ein oder bestreiten Sie den Weg ins Büro mit dem Fahrrad oder einem kurzen Fußweg.

3. Übergewicht begünstigt Vitamin-D-Mangel

Frau steht auf der Waage © Getty Images/Jose Luis Pelaez Inc
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Bei einem erhöhten Fettanteil benötigt der Körper mehr Vitamin D. Bereits ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 haben übergewichtige Personen einen niedrigeren Vitamin-D-Spiegel als Normalgewichtige. Ein erhöhtes Risiko besteht besonders für Personen ab einem BMI von 30. Tipp: Eine aktive Zeit in der Natur hat einen positiven Effekt auf die Fettverbrennung und die Vitamin-D-Produktion. Kleine Walkingrunden, Wanderungen, Spaziergänge oder Schwimmen im Freibad sind geeignete Optionen.

4. Medikamente und Grunderkrankungen beeinflussen Vitamin-D-Spiegel

Frau nimmt Medikamente © Getty Images/Maskot
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Bestimmte Grund- oder Vorerkrankungen, beispielsweise der Leber und Nieren, oder mangelnde Aufnahme von Nährstoffen durch die Verdauung (Malabsorption) können für einen Vitamin-D-Mangel verantwortlich sein. Auch die Einnahme gewisser Medikamente, beispielsweise Kortison, kann die Aufnahme von Vitamin D im Körper negativ beeinflussen oder den Bedarf des Sonnenvitamins erhöhen. Wer sich aufgrund von Erkrankungen oder Medikamenten unsicher ist, sollte einen möglichen Vitamin-D-Mangel mit dem*der Hausarzt*Hausärztin besprechen.

5. Vitamin-D-Mangel: Hauttyp als mögliche Ursache

Paar beim Einkaufen © Getty Images/Johner Images
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Dunkle Hauttypen können weniger Vitamin D produzieren als hellere. Verantwortlich ist hierbei das Pigment Melanin, welches als natürlicher Sonnenschutz dient und somit die Vitamin-D-Produktion senkt. Menschen mit dunkler Hautfarbe sollten sich daher länger in der Sonne aufhalten, täglich mindestens 20 Minuten am Stück sind empfehlenswert, um ausreichend Vitamin D produzieren zu können.

6. Vitamin-D-Mangel im Alter

Senioren im Cafe © Getty Images/Zinkevych
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Die Fähigkeit der Haut, selbst Vitamin D zu produzieren, kann im Alter abnehmen. Geringe Mobilität und weniger Zeit im Freien können die Vitamin-D-Aufnahme bei Senior*innen zusätzlich negativ beeinflussen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt daher mindestens 20 Mikrogramm Vitamin D täglich einzunehmen, wenn die eigene Produktion nicht ausreichen sollte.

7. Regelmäßige Verwendung von Sonnencreme

Kind mit Sonnencreme auf dem Rücken © Getty Images/Sven Hagolani
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Sonnencreme spielt besonders in der Hautkrebs-Prävention eine wichtige Rolle. Eine dauerhafte Verwendung von Sonnenmilch kann die Vitamin-D-Produktion hemmen. Tipp: 10 bis 25 Minuten in der Mittagssonne ohne Lichtschutzfaktor reichen je nach Jahreszeit und Hauttyp aus, um Vitamin D zu produzieren. Die restliche Zeit empfiehlt sich sowohl Sonnenmilch als auch weiterer Sonnenschutz, wie Sonnenhüte oder Zeit im Schatten.

Aktualisiert: 18.10.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin