Alltagsheld auf vier Pfoten: Wie Hunde uns gesund halten

Der Freund auf vier Pfoten kann einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Erfahren Sie, wie Hunde unser Wohlbefinden steigern und Körper und Geist fit halten.

Hund und Frauchen auf dem Sofa © Getty Images/ Manuel Tauber-Romieri

Hunde können einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben, etwa als normales Haustier oder auch als Schulhund, Therapiehund oder Blindenhund. So bereichert ein Hund unsere Leben.

Fit im Alltag durch regelmäßiges Gassi-Gehen

Hunde sorgen in unserem Alltag für Routinen, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken können. Besonders die regelmäßigen Spaziergänge mit dem Vierbeiner stärken unser Herz-Kreislauf-System. Risikofaktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfälle können somit reduziert werden. Die Bewegung in der Natur und an der frischen Luft unterstützt den Körper auch bei chronischen Erkrankungen wie Asthma, Bronchitis und Diabetes. Das tägliche Gassi-Gehen im Freien stärkt zudem unser Immunsystem.

Hunde fördern seelisches und körperliches Wohlbefinden

Neben der körperlichen Gesundheit fördern Hunde auch das seelische Wohlbefinden. Der Kontakt mit Hunden mindert Stress, beruhigt und kann zur Regeneration beitragen. Beim Streicheln und Kuscheln mit dem Tier schüttet der Mensch das sogenannte Wohlfühlhormon Oxytocin aus. Auch deshalb werden Hunde oftmals in verschiedenen Therapieformen oder als Begleiter von Menschen mit Behinderung eingesetzt.

Im pädagogischen Zusammenhang unterstützen Hunde:

  • die physiologische und psychologische Stressreduktion.
  • die Förderung positiver sozialer Interaktion und Beziehungen.
  • eine angenehme Lernatmosphäre.

Besuchshunde und Therapiehunde: Was leisten sie?

Grundsätzlich ist zwischen Besuchshund und Therapiehund zu unterscheiden. Besuchshunde begleiten das Herrchen oder Frauchen beispielsweise in Seniorenheime und Kindergärten. Sie benötigen dafür keine spezielle Ausbildung, sollten aber im Umgang mit Menschen und Artgenossen sehr gut geschult, geduldig und aufgeschlossen sein.

Ein Therapiehund hingegen muss sich unterschiedlichen Prüfungen unterziehen und genießt in diesem Kontext eine spezielle Ausbildung. Der Besitzer verfügt oftmals über eine pädagogische und therapeutische Ausbildung und weiß, in welchen Einsatzgebieten der Hund ideal trainiert werden muss. Die Eigenschaften eines Therapiehundes umfassen Motivation, Empathie und sehr soziales Verhalten gegenüber Menschen und anderen Vierbeinern.

Hunde als Helfer und Frühwarnsystem

Hunde verbessern nicht nur die Fitness und das seelische Wohlbefinden des Halters. Bei Diabetes und Epilepsie dienen sie manchmal sogar als Frühwarnsystem und bemerken bereits vor einem Menschen anhand des Geruchs der Betroffenen einen Glykämischen Schock oder einen epileptischen Anfall. Bei Menschen mit einer (Seh-)Behinderung helfen die Hunde oftmals im Haushalt und erleichtern so ein eigenständiges Leben.

Hunde bedeuten Verantwortung

Ein Hund als Haustier oder als Therapiehund bedeutet trotz aller gesundheitlichen Vorteile sehr viel Verantwortung. Daher sollte vor der Anschaffung eines Hundes klar sein, dass ein Hund viel Arbeit bedeutet und das Tier stets Liebe und Zuneigung braucht.

Verfügt man nicht über die nötige Zeit, hat aber dennoch Interesse an längeren Spaziergängen mit einem Hund, kann man im örtlichen Tierheim anfragen: Oftmals gibt es nach einer kurzen Einführung die Möglichkeit, mit den Tieren Gassi zu gehen und sich so gegenseitig eine Freude zu machen.

Quellen

  • Blesch, K. (2020): Tiergestützte Therapie mit Hunden: Grundlagen, Tierethik und Praxis der therapeutischen Arbeit. Springer, 1. Auflage.
  • Beetz, A. M. (2019): Hunde im Schulalltag: Grundlagen und Praxis (mensch & tier). Ernst Reinhardt Verlag, 4. aktualisierte Auflage.

Aktualisiert: 21.02.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin