Lernen mit Maske: Wie wirkt dies auf Kinder und Jugendliche?

Wenn die Maske aufbleibt, bleiben auch die Schulen offen. Neben regelmäßigen Corona-Tests, gilt weiterhin die Maskenpflicht in deutschen Klassenzimmern und Hörsälen. Doch kann das Tragen von Masken die Leistungsfähigkeit von Schüler*innen und Studierenden beeinflussen?

Schüler setzt Maske auf
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Masken gewähren Schüler*innen und Lehrpersonal einen hohen Schutz vor Infektionen. Einige Eltern befürchteten jedoch zu Beginn der Maskenpflicht, der Mundschutz könnte das Lernverhalten ihrer Kinder beeinträchtigen. Eine Studie der Universität Berlin zeigt, warum die Sorge unbegründet ist.

Masken in Schulen: problemlos lernen und prüfen

FFP2-Schutzmasken beeinflussen den Körper –auch bei Belastung – nur gering oder gar nicht. Verschiedene körperliche Messwerte wie Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und die Sauerstoffsättigung helfen, die Auswirkung der Schutzmasken auf den Menschen zu bewerten.

Ein Experiment der Technischen Universität Berlin zeigt: Auch im Unterricht oder in Prüfungssituationen beeinflussen die FFP2-Masken Schüler*innen oder Studierende nicht negativ. Weder die körperliche Belastung noch der mentale Stress wurde durch das Tragen der Masken verstärkt.

Insgesamt wurden 44 Teilnehmende zufällig in zwei verschiedene Gruppen aufgeteilt. Beide Gruppen mussten 15 Minuten lang verschiedene Rechenaufgaben lösen. Während des ersten Aufgabenteils trug eine Gruppe FFP2-Masken, die andere nicht. Im Folgenden wurden die Gruppen getauscht und weitere Aufgaben mussten gelöst werden.

Das Ergebnis: Das Tragen einer FPP2-Maske während der Ausführung kognitiver Aufgaben wirkte sich nicht negativ auf die Leistung der Proband*innen aus. Weder die physiologischen Parameter noch die subjektive Einschätzung zur mentalen Belastung zeigten Auffälligkeiten während des Tragens. Auch die individuellen Lösungen zeigten keine Veränderung der Leistungsfähigkeit.

Auch der Berufsverband für Kinder und Jugendärzte e.V. gibt grünes Licht für die Maskenpflicht im Unterricht. Es beständen keine Bedenken bei gesunden Kindern ab zehn Jahren. Auch für jüngere Kinder sei das Tragen unbedenklich, gerade diese sollten aber die Maske auch abnehmen können, wenn der Wunsch danach besteht. Eltern sollten die Kindern geduldig unterstützen und den Maskenschutz altersgerecht erklären.

Maskenschutz in Schulen – Tipps und Tricks

Um den optimalen Schutz und Tragekomfort für ihre Kinder zu gewährleisten, sollten Eltern auf folgende Punkte achten:

  • Die Maske sollte auf Größe und Gesichtsform des Kindes angepasst sein, um optimalen Schutz zu bieten. Sie sollte an Nase, Mund und Kinn gut sitzen, ohne zu drücken.
  • Die Bänder der Maske sollten an den Ohren oder dem Hinterkopf nicht zu eng sitzen. Die Haut hinter den Ohren sollte kontrolliert werden, um mögliche Entzündungen auszuschließen.
  • Vor dem Anlegen und Entfernen der Maske sollten die Hände gründlich gewaschen werden und die Maske von Hinten an den Bändern abgenommen werden.
  • Die Außenseite der Maske sollte nicht berührt werden.
  • Das Tragen der Maske und der Umgang der Kinder mit dieser sollte im häuslichen Rahmen beobachtet werden.
  • Bei Unwohlsein und längerem Tragen sollten Kinder die Maske im Freien mit genügend Abstand zu anderen Personen abnehmen können.

Ein verantwortungsbewusster Umgang der Kinder mit den Masken ist wichtig, um sich selbst und andere bestmöglich vor möglichen Infektionen zu schützen. Zudem sollten Kinder und Jugendliche ein Unwohlsein durch die Maske aktiv vermitteln und bei Bedarf Maskenpausen einfordern, sollten Lehrkräfte diese während des Unterrichts vergessen.

Aktualisiert: 06.12.2021
Autor*in: Alexandra Maul, News-Redakteurin