mRNA-Impfstoff: Geringere Wirksamkeit gegen die Delta-Variante?

Trotz wachsendem Impffortschritt steigt die Zahl der Corona-Infektionen in Israel an. Auch in Großbritannien zeigen sich immer wieder Infektionsherde und Neuinfektionen. Expert*innen gehen von einer geringeren Wirksamkeit des mRNA-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer aus als bisher gedacht.

Virus-Mutation und RNA-Strang © Getty Images/matejmo

BioNTech/Pfizer bestätigt nach ersten Angaben eine Wirksamkeit von rund 90 Prozent gegen die neue Delta-Variante. Erste Daten des israelischen Gesundheitsministeriums zeigten allerdings eine Wirksamkeit von nur 64 Prozent.

Israel: BioNTech/Pfizer bei Delta-Variante schwächer

Der mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer verhindert schwere Krankheitsverläufe nach einer ersten Studie der britischen Gesundheitsbehörde mit einer Wirksamkeit von 96 Prozent.

Zahlen aus Israel hingegen sorgen jetzt für Aufsehen. Laut dem israelischen Gesundheitsministerium würde das Vakzin einen schweren Verlauf mit einer Wirksamkeit von 93 Prozent verhindern, einen leichten dagegen zu nur 64 Prozent. Das Risiko, sich mit der Delta-Variante trotz vollständiger Impfung zu infizieren, sei demnach höher.

Die Delta-Variante ist grundsätzlich ansteckender als bisherige Coronaviren. Eine Erstimpfung bietet gegen die Mutation nur einen sehr geringen Schutz. Daher ist trotz vollständiger Impfung Vorsicht geboten, um eine Ansteckung einmal geimpfter Personen, Ungeimpfter und Risikogruppen zu verhindern. Hygienemaßnahmen, Kontaktbeschränkungen und regelmäßige Corona-Tests sollten weiterhin gewissenhaft durchgeführt werden.

Aktualisiert: 09.07.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin