PMS: Tipps, Ursachen und Symptome!

Rund 80 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter dem prämenstruellen Syndrom (PMS). PMS tritt meist einige Tage vor der Periode auf und kann sich unterschiedlich auf den weiblichen Organismus auswirken. Was ist PMS, wie äußert sich das prämenstruelle Syndrom und was hilft bei PMS?

Frau leidet an PMS © Getty Images/LukaTDB

Der weibliche Körper ist während des Zyklus hormonellen Schwankungen ausgesetzt, die oftmals unbemerkt bleiben. Doch bei vielen Frauen ist die Zeit vor der Menstruation besonders belastend: Häufige Symptome des prämenstruellen Syndroms sind psychische und körperliche Beschwerden, die sich unterschiedlich äußern können.

Was ist PMS?

Bei 80 Prozent der Frauen macht sich der Hormonabfall während des Zyklus als psychische und körperliche Beschwerden bemerkbar. In diesem Zusammenhang wird oft das prämenstruelle Syndrom, kurz PMS, erwähnt. Es fasst die Tage und Beschwerden vor Beginn der Periode zusammen, welche durch die hormonellen Schwankungen entstehen. PMS äußert sich meist durch Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, wechselnde Gemütszustände und Bauchschmerzen. Meist legt sich das PMS zu Beginn der Periode.

PMS: Beschwerden und Symptome vor der Periode

Die Symptome des PMS können variieren und beispielsweise durch Stress oder körperliche Faktoren beeinflusst werden. Durch seelische und körperliche Beschwerden wirken sie sich meist negativ auf den Körper der Frauen aus und sind nur schwer zu kontrollieren oder regulieren.

Körperliche Symptome von PMS

Folgende körperlichen Beschwerden können auftreten:

  • Druckgefühl im Unterbauch und Unterleibsschmerzen
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Kreislaufprobleme, Schwindel, Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Brustschmerzen oder Spannungsgefühl in der Brust
  • Rückenschmerzen
  • Hautprobleme, Pickel und Hautirritationen

PMS macht sich zudem oftmals in Form von Heißhungerattacken oder Appetitlosigkeit bemerkbar. Viele Frauen klagen zudem über eine Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen vor der Menstruation.

PMS-Symptome: Psychische Beschwerden

Viele Frauen sind besonders vor der Periode emotional angeschlagen, müde oder schnell gereizt. Sie fühlen sich in Alltagssituationen oft überfordert und leiden unter Stimmungsschwankungen. PMS zieht allerdings noch weitere Beschwerden nach sich:

  • Depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit
  • Stimmungsschwankungen und Wutanfälle
  • Konzentrationsprobleme und Müdigkeit
  • Schlafstörungen und innere Unruhe
  • Isolation und mangelndes Interesse an der Umwelt

Oft treten physische und psychische Probleme zeitgleich auf und beeinflussen sich zudem gegenseitig. Zu Beginn der Periode lassen die Symptome nach. Einige Frauen klagen auch während der Periode über Menstruationsbeschwerden, Unterleibsschmerzen und andere Probleme. Meist beruhigt sich der Körper aber während der Menstruation.

Ursachen des prämenstruellen Syndroms

Die genauen Ursachen von PMS sind noch nicht endgültig geklärt. Da es oft gehäuft innerhalb einer Familie auftritt, wird davon ausgegangen, dass PMS einerseits erblich bedingt ist. Andererseits können hormonelle Veränderungen und Störungen für PMS verantwortlich sein:

  • Hormonschwankungen: Dysbalance zwischen dem weiblichen Sexualhormon Östrogen und dem Schwangerschaftshormon Progesteron.
  • Sinkender Serotoninspiegel: Eine Folge der Dysbalance könnte die Produktion des Stimmungshormons Serotonin sein, das besonders in der zweiten Zyklushälfte abfallen könnte und somit für Depressionen und psychische Beschwerden verantwortlich ist.
  • In einigen Fällen von PMS tritt zudem ein erhöhter Prolaktinspiegel auf.

Auch ein geringer Melatonin-Spiegel (Schlafhormon), Stress, Bewegungsmangel und ungesunder Lebenswandel begünstigen die Beschwerden vor der Periode.

PMS-Beschwerden lindern: Medikamente, Ernährung und Co.

Je nach Beschwerden und deren Ausprägung können PMS-Symptome dank folgender Tipps erleichtert werden:

  • Stressabbau durch regelmäßige Bewegung und Sport
  • Ausgewogene Ernährung (Alkohol und Nikotin meiden)
  • Warmer Tee, beispielsweise entspannender Lavendel-Tee oder schmerzlindernder Ingwertee
  • Entspannungsübungen, autogenes Training und Meditation

Bei häufigen und schweren Symptomen kann das PMS nach Absprache mit der*dem Ärztin*Arzt medikamentös behandelt werden, häufige Medikamente bei PMS sind:

  • Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol
  • Hormonpräparate wie die Pille
  • Stimmungsaufhellende Medikamente in Form von Antidepressiva
  • Diuretika gegen schwere Wassereinlagerungen

Die richtigen Lebensmittel sowie Sport und Ernährung können PMS-Symptome lindern, Medikamente sollten nur bei starken Schmerzen oder Depressionen verabreicht werden. Ein Symptomtagebuch kann helfen, PMS besser zu verstehen, den Körper kennenzulernen und die Symptome aufgrund der aufgezählten Tipps zu lindern. Wichtig ist hierbei eine offene Kommunikation mit der Familie, dem*der Partner*Partnerin sowie dem beruflichen Umfeld, wenn gewünscht, um Missverständnisse und Stimmungsschwankungen besser zu verstehen.

Aktualisiert: 11.03.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin