Sonnenallergie: Diese Hausmittel helfen bei der Lichtdermatose

Helle Hauttypen sind besonders empfindlich gegen Sonnenlicht, sie neigen stärker zu Sonnenallergie und bekommen oftmals sehr schnell einen Sonnenbrand. Aber auch dunklere Hauttypen können von den Hautirritationen nach dem Sonnenbad betroffen sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Frau cremt sich mit Sonnencreme ein
© Getty Images/Mykola Sosiukin/EyeEm

Achtung Sonnenallergie: Vor allem helle Hauttypen sind betroffen, aber auch Menschen mit dunklerer Haut können die roten Flecken und Pickel bekommen. Vorsicht ist allemal geboten: Schon nach kurzer Zeit ohne Sonnenschutz können je nach Hauttyp irreparable Hautschäden entstehen.

Wer sich oft ungeschützt sonnt, riskiert nicht nur einen Sonnenbrand, auch vorzeitige Hautalterung oder Hautkrebs können dadurch bedingt werden. So sollten sich Menschen mit heller Haut nur etwa 10 Minuten ohne UV-Schutz in der prallen Sonne aufhalten.

Was ist eine Sonnenallergie?

Auch wenn sie im Volksmund so bezeichnet wird, handelt es sich bei den Hautrötungen und Pusteln nach dem Sonnenbad nicht um eine Allergie, der medizinische Fachbegriff für die Ausschläge lautet: polymorphe Lichtdermatose (PLD). Sie kann sich verschieden äußern, so kann sich die Photodermatose beispielsweise zeigen:

  • Rötung
  • Bläschen
  • Pickelchen

Meist gehen die lichtbedingten Ausschläge mit starkem Juckreiz einher. Die Lichtdermatose ist keine Seltenheit: Bis zu zwanzig Prozent der Menschen leiden daran, Frauen häufiger als Männer. Kinder und junge Erwachsene sind am stärksten betroffen.

Saisonalität: Am stärksten ist die Sonnenallergie im Frühling

Das erste Mal im Jahr draußen sitzen und schon beginnt die Haut zu kribbeln und zu jucken: Die Lichtdermatose ist meist im Frühling oder frühen Sommer am schlimmsten, wenn die Haut nach den kalten Wintermonaten noch nicht an die Sonnenstrahlen gewöhnt ist. Nach einigen sonnenreichen Tagen oder Wochen kommt es meist nicht mehr zu den juckenden Hautrötungen.

Diese drei Hausmittel helfen bei einer Sonnenallergie

Bei einer Sonnenallergie können Hausmittel helfen, die Haut zu beruhigen und den Juckreiz zu lindern:

  • Quarkwickel: Das Milchprodukt schmeckt nicht nur, es hilft auch bei juckenden Pusteln nach dem Sonnenbad und kühlt die Haut. Tipp: Auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum schon überschritten ist, lässt sich Quark noch hervorragend für kühle Umschläge verwenden.
  • Aloe Vera: Als Gel oder Salbe kann Aloe Vera kühlend wirken und den Juckreiz stillen.
  • Geriebene Kartoffel: Kühle Umschläge mit geriebener Kartoffel können die Haut beruhigen.

Darüber hinaus kann eine pflegende Feuchtigkeitslotion der Haut helfen, sich schnell zu regenerieren.

So kann der Lichtdermatose vorgebeugt werden

Vorsorge ist besser als Nachsorge – diese Tipps helfen, einer Sonnenallergie vorzubeugen:

  • Haut langsam an das Sonnenlicht gewöhnen
  • Bei Auto- oder Zugfahrten Arme, Beine und Dekolleté bedecken, da Fensterglas teilweise für UV-Strahlung durchlässig ist
  • UV-Schutzkleidung für Strand und Badesee verwenden
  • Langärmelige, luftige Kleidung schützt vor der Sonne
  • Spezielle Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor speziell für Menschen mit Lichtdermatose anwenden

Quellen

  • Abeck, D. (2020): Polymorphe Lichtdermatose. In: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin. Springer.
  • Neumann, N. J. et al. (2013): Photodermatosen. Steinkopff Verlag, Springer.

Aktualisiert: 03.06.2021
Autor*in: Olivia Romano, Medizinredakteurin