Vorsicht, Abkühlung: So gefährlich ist der Sprung in kaltes Wasser!

Sommer, Sonne, Eis am Stiel und Badespaß! In ganz Deutschland sollen die Temperaturen auf über 25 Grad klettern. Zeit für eine Abkühlung am See oder im Freibad. Doch besonders bei hohen Temperaturunterschieden zwischen dem kühlen Nass und dem aufgewärmten Körper ist Vorsicht geboten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Frau springt vom SUP © Getty Images/Westend61

Schwimmen, Baden oder auf der Luftmatratze treiben zählen zu den schönen Seiten des Sommers. Neben ausreichend Sonnenschutz sollten Sie beim Baden allerdings auch darauf achten, sich nicht zu schnell in die Fluten zu stürzen.

Schnelle Abkühlung am See: Es droht der Temperaturschock

Der große Temperaturunterschied zwischen der aufgeheizten Luft und dem kühlen Wasser ist für viele Menschen eine schöne erholsame Vorstellung. Der Körper wird durch die hohe Differenz allerdings einer enormen Stresssituation ausgesetzt.

So wirkt sich der Sprung ins kalte Wasser auf den Körper aus:

  • Die Adern verengen sich schlagartig
  • Der Blutdruck steigt an
  • Kreislaufprobleme können folgen und zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen

Besonders ältere Menschen oder Personen mit einem schwachen Herz-Kreislauf-System sind betroffen. Da Alkohol zu einer gestörten Wärmeregulation des Körpers führen kann, sollte zudem unbedingt auf Alkohol vor oder beim Baden gehen verzichtet werden.

Ein weiteres Risiko sind Muskelschmerzen und Krämpfe, welche infolge der kurzen Anpassungszeit auftreten können. Befindet sich der*die Betroffene weit weg vom Ufer, kann dies ebenfalls fatale Folgen haben, da die Person es oftmals nicht aus eigener Kraft schafft, an Land zu schwimmen. Es droht die Gefahr zu ertrinken.

Temperaturschock vorbeugen: So leicht geht es

Der Körper benötigt Zeit, um sich an den Temperaturunterschied zu gewöhnen. Ratsam sind daher:

  • Eine Dusche vor dem Gang ins Wasser
  • Langsames Laufen ins Wasser
  • Arme abwechselnd eintauchen
  • Dann Gesicht und Oberkörper langsam mit Wasser benetzen

Ist man erst mal im Wasser, sollte auch die Zeit beim Baden oder Schwimmen begrenzt sein, da der Körper unterkühlen kann. In diesem Fall versorgt er die lebenswichtigen Organe, die Energie des Bewegungsapparates nimmt infolge ab. Der Weg zurück ans Ufer oder in den Nichtschwimmerbereich könnte dann erschwert sein.

Hören Sie beim Schwimmen auf Ihren Körper und bleiben Sie nicht zu lange im kühlen Nass.

Aktualisiert: 18.06.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin