Libyen startet nach längerer Auszeit Impfkampagne für 2,7 Millionen Kinder

Impfstoff von Deutschland finanziert

Der Impfstoff wurde von Deutschland finanziert

Nach einer längeren Auszeit sollen in Libyen mehr als 2,7 Millionen Kinder eine Impfung erhalten. Eine gemeinsam mit dem UN-Kinderhilfswerk Unicef organisierte "nationale Immunisierungskampagne" solle am Samstag beginnen, teilte der libysche Vertreter bei der Weltgesundheitsorganisation WHO, Dschaafar Hassan, am Mittwoch mit. Deutschland habe den Impfstoff finanziert, Unicef habe beim Import und der Verteilung in dem nordafrikanischen Land geholfen.

Grund für die seit Monaten andauernde Auszeit waren fehlende Reserven in dem von Kämpfen rivalisierender Milizen zerrütteten Land. Eltern, die es sich leisten konnten, waren mit ihren Kinder zur Impfung ins Ausland gereist oder hatten den Impfstoff selbst importiert. Nun sollen vor allem Neugeborene wieder regelmäßig geimpft werden können.

Seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht in Libyen Chaos. Die international anerkannte Regierung ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle.

Veröffentlicht: 06.12.2018 – Quelle: Agence-France-Presse