WHO-Direktor verurteilt tödlichen Angriff auf Ebola-Behandlungszentrum im Kongo

Weltgesundheitsorganisation wird trotz Gewalt weiter für die Kranken sorgen

Ein Polizist bewacht das Ebola-Behandlungszentrum in Butembo.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat den Überfall auf ein Ebola-Behandlungszentrum im Kongo verurteilt. Bei einem Besuch des Zentrums in der Stadt Butembo sagte er am Samstag, die Ebolakranken verdienten einen Ort, an dem sie versorgt würden, und eine Chance zu überleben. Bei dem Angriff am Samstagmorgen waren ein Polizist getötet und ein Mitarbeiter verletzt worden.

Ghebreyesus sagte, die Kranken hätten es nicht verdient, zu Hause zu leiden und dabei ihre Angehörigen anzustecken. Bewaffnete Männer hatten das Behandlungszentrum in Butembo am frühen Samstagmorgen mit Schusswaffen angegriffen. Das Behandlungszentrum in der Provinz Nord-Kivu hatte erst vor einer Woche wieder seine Arbeit aufgenommen, nachdem es wegen eines früheren Überfalls hatte schließen müssen. 

Insgesamt gab es bereits drei Angriffe auf die Einrichtung. Der Kampf gegen die bisher schlimmste Ebola-Epidemie im Kongo gerät durch solche Angriffe immer wieder ins Stocken. In der Region ist die Sicherheitslage extrem angespannt, zahlreiche Milizen sind dort aktiv. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind seit August 894 Menschen an Ebola erkrankt, 561 von ihnen starben an der Krankheit. Es ist bereits die zehnte Ebola-Epidemie in der Geschichte des Kongo.

Veröffentlicht: 10.03.2019 – Quelle: Agence-France-Presse