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Zahl der Masernfälle in den USA seit Jahresbeginn übersteigt die 1000er-Marke

Behörden betonen Bedeutung von Impfungen

Impfung

In den USA hat die Zahl der diesjährigen Masernfälle die 1000er-Marke überschritten. Seit Jahresanfang seien 1001 Maserninfektionen registriert worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die Zahl sei eine "beunruhigende Erinnerung" daran, wie wichtig es sei zu vermitteln, dass Impfungen gegen die Krankheit sicher seien.

"Wir können das nicht oft genug sagen: Impfungen sind eine sichere und höchst wirksame Gesundheitsmaßnahme, die diese Krankheit verhindern und den derzeitigen Ausbruch beenden kann", erklärte Alex Azar von der US-Gesundheitsbehörde HHS.

Die Masern gelten in den USA seit 2000 offiziell als ausgerottet. Trotzdem wurden in dem Land seitdem jedes Jahr dutzende oder gar hunderte Masernfälle gezählt. Die bisherige Höchstzahl wurde 1992 mit 963 Fällen erreicht. Diese Zahl wurde nun innerhalb eines halben Jahres übertroffen.

Die Zahl der Masern-Fälle ist weltweit drastisch gestiegen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO vervierfachte sie sich im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dass die hoch ansteckende Erkrankung sich in jüngster Zeit wieder verbreitet, liegt insbesondere an der wachsenden Impfskepsis. Unter anderem in Deutschland wird deswegen über eine Impfpflicht diskutiert.

Veröffentlicht: 07.06.2019 – Quelle: Agence-France-Presse