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TK-Chef plädiert für mehr Videosprechstunden

Baas sieht in Telemedizin "sinnvolle Alternative zum Präsenzbesuch"

Ärtin an einem Laptop

Der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, hält mehr Videosprechstunden von Ärzten für sinnvoll. "Ärzte nutzen Telemedizin bereits, um etwa bei exotischen Infektionen Spezialisten hinzuziehen", sagte er der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Samstag. "Doch es wäre wünschenswert, wenn mehr Praxen auch Videosprechstunden anbieten".

"Warum muss ein Patient mit Magen-Darm-Infekt zum Arzt fahren, nur um eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu erhalten? Er steckt doch im Wartezimmer nur andere Patienten an", sagte Baas. In solchen Fällen seien Videosprechstunden "eine sinnvolle Alternative zum Präsenzbesuch". 

Eine gesonderte Vergütung der Ärzte für Videosprechstunden lehnte der TK-Chef aber ab. "Beratungen in Videosprechstunden sollten analog zu regulären Sprechstunden vergütet werden", sagte er der Zeitung. Die Videosprechstunde entlaste das Wartezimmer. "Digitalisierung ist keine Last, sondern im Gegenteil eine Entlastung", sagte Baas. Die Techniker Krankenkasse hat nach eigenen Angaben rund 10,5 Millionen Versicherte.

Veröffentlicht: 24.11.2019 – Quelle: Agence-France-Presse