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China meldet zweiten Todesfall durch mysteriöse Lungenkrankheit

Noch fünf Menschen in Lebensgefahr - Zweiter Krankheitsfall in Thailand

Das Virus soll zuerst in einem Fischmarkt in Wuhan ausgebrochen sein

Nach dem Ausbruch einer mysteriösen Lungenkrankheit in der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan haben die Behörden einen zweiten Todesfall gemeldet. Ein 69-jähriger Mann, der sich vor zweieinhalb Wochen mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert habe, sei am Mittwoch gestorben, teilte die Gesundheitsbehörde von Wuhan mit. Fünf Menschen schweben demnach noch in Lebensgefahr, zwölf weitere haben sich von der Krankheit erholt. Aus Thailand wurde unterdessen ein zweiter Krankheitsfall gemeldet.

Der 69-jährige Mann hatte sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde am 31. Dezember mit dem Erreger infiziert. Schon vier Tage später verschlechterte sich sein Zustand, er starb nun an Lungen- und Organversagen.

Die neue Lungenkrankheit war im Dezember erstmals in Wuhan auftreten. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Wuhan brach das Virus zuerst auf einem Fischmarkt in der Stadt auf. Er wurde am 1. Januar geschlossen.

Nach offiziellen Angaben wurde das Virus in Wuhan bislang bei mindestens 41 Menschen nachgewiesen. Bislang sei keine Übertragung von Mensch zu Mensch nachgewiesen worden, erklärte die Gesundheitsbehörde. Es gibt aber mindestens einen Verdachtsfall: Ein erkrankter Mann, der auf dem Fischmarkt arbeitete, hat möglicherweise seine Frau angesteckt, die nach Angaben der Behörde selbst "keinen Kontakt" zu dem Markt hatte.

In Thailand und Japan wurden mittlerweile drei Fälle der mysteriösen Lungenkrankheit nachgewiesen. Am Freitag teilte das thailändische Gesundheitsministerium mit, dass eine 74-jährige Chinesin im Krankenhaus behandelt werde. Die Frau war demnach nach einem Besuch in Wuhan mit Fieber am Bangkoker Suvarnabhumi-Flughafen angekommen.

Auch eine weitere Frau in Thailand und ein Mann in Japan, bei denen das Virus nachgewiesen wurden, hatten nach Angaben der Behörden vor ihrer Erkrankung Wuhan besucht - allerdings nicht den dortigen Fischmarkt.

Das neue Virus gehört zu einer Erregerfamilie, zu der auch das tödliche Sars-Virus gehört. An der Sars-Epidemie waren in den Jahren 2002 und 2003 knapp 350 Menschen in Festlandchina sowie knapp 300 weitere in Hongkong gestorben.

China hat bisher keine Reisebeschränkungen erlassen. Insbesondere mit Blick auf das anstehende chinesische Neujahrsfest haben chinesische und Hongkonger Behörden aber umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen. In Hongkong wurden unter anderem Fiebermess-Stationen für ankommende Reisende eingerichtet. Rund um das Neujahrsfest sind jedes Jahr Millionen Chinesen in Zügen, Bussen und Flugzeugen auf Reisen.

Veröffentlicht: 18.01.2020 – Quelle: Agence-France-Presse