Lifeline Logo

Wegen Coronavirus aus Japan ausgeflogene Menschen in den USA eingetroffen

Zahl der Todesopfer der Epidemie in China steigt auf mehr als 1800

USA holen US-Bürger von unter Quarantäne stehendem Schiff in Japan

338 US-Bürger, die von Bord des in Japan wegen des Coronavirus unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffs geholt worden waren, sind in den Vereinigten Staaten eingetroffen. Das erste Flugzeug mit Menschen von Bord der "Diamond Princess" landete in der Nacht zum Montag (Ortszeit) auf der kalifornischen Luftwaffenbasis Travis, einige Stunden später traf die zweite Maschine mit Ausgeflogenen auf der texanischen Basis San Antonio-Lackland ein.

Nach Angaben des US-Außenministeriums sind unter den Heimkehrern 14 Menschen, die mit dem neuartigen Virus infiziert sind. Sie wurden in den Flugzeugen von den anderen Passagieren getrennt. 13 der 14 Infizierten wurden nach Angaben von US-Behördenmitarbeitern als "Hochrisikofälle" eingestuft. Sie wurden für weitere Tests und zur Behandlung zu einem medizinischen Zentrum der Universität von Nebraska weitergeflogen. 

Alle in die USA zurückgeholten Menschen von Bord der "Diamond Princess" müssen zwei Wochen unter Quarantäne verbringen. Weitere rund 40 US-Bürger von Bord des Kreuzfahrtschiffs werden derzeit in japanischen Krankenhäusern wegen einer Infektion mit dem Virus behandelt. Unter den mehr als 3700 Menschen, die mit der "Diamond Princess" nach Japan gereist waren, wurden inzwischen insgesamt 454 positiv auf das Virus getestet. 

In China stieg die Zahl der Todesopfer der Epidemie unterdessen auf mehr als 1800. Wie die Regionalregierung der Provinz Hubei am Dienstag mitteilte, starben dort weitere 93 Menschen an den Folgen der Infektion. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer in Festlandchina nahm damit auf mindestens 1863 zu. Ferner wurden in Hubei weitere 1807 Fälle von Erkrankungen durch den Erreger verzeichnet. Die offizielle Zahl der Infektionsfälle in Festlandchina stieg damit auf mehr als 72.300. 

dja  

Veröffentlicht: 18.02.2020 – Quelle: Agence-France-Presse