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Experten: Hunderte Tote durch Rauch der Buschbrände in Australien

Auch Gesundheitskosten in Folge der Feuer in die Höhe geschossen

Australien wurde Ende 2019 und Anfang 2020 von verheerenden Bränden heimgesucht

Durch den Rauch der jüngsten Buschbrände in Australien sind Experten zufolge hunderte Menschen ums Leben gekommen. Schätzungsweise 445 Todesfälle und mehr als 4000 Klinikeinweisungen seien auf die verheerenden Buschbrände zurückzuführen, sagte die Gesundheitsexpertin Fay Johnston von der Universität Tasmanien am Dienstag vor einem Untersuchungsausschuss der Regierung, der Wege zur Verbesserung im Umgang mit Naturkatastrophen aufzeigen soll.

Bei den katastrophalen Buschbränden, die Australien Ende vergangenen Jahres und zu Beginn des neuen Jahres heimgesucht hatten, waren mehr als 30 Menschen als direkte Folge der Feuer ums Leben gekommen. Die Opferzahl ist Johnston zufolge aber deutlich höher, wenn auch die Auswirkungen durch den Rauch der Feuer mit einbezogen werden.

Die Kosten für das Gesundheitssystem lagen in der vergangenen Buschbrandsaison demnach bei rund zwei Milliarden australischen Dollar (1,2 Milliarden Euro). Das sei das Zehnfache der vorherigen Jahre, wobei bestimmte Kosten nicht mit eingerechnet seien - etwa für Krankenwageneinsätze, eingebrochene Produktivität oder Krankheiten, bei denen die Auswirkungen schwer darzustellen seien, wie Diabetes

"Es gibt natürlich von Jahr zu Jahr Schwankungen, aber das war eine große Abkehr von allem, was wir in den vergangenen 20 Jahren gesehen haben", sagte Johnston.

80 Prozent aller Australier - rund 20 Millionen Menschen - waren demnach vom Rauch der Buschbrände betroffen, die mehr als zehn Millionen Hektar Land zerstörten. Sydney, die von Mega-Feuern umzingelte größte Stadt des Landes, war über Wochen in grauen, giftigen Rauch gehüllt. Auch andere Städte, etwa die Hauptstadt Canberra, waren betroffen.

Der Untersuchungsausschuss soll bis Ende August seine Ergebnisse vorlegen, bevor die nächste Buschbrandsaison beginnt.

Veröffentlicht: 26.05.2020 – Quelle: Agence-France-Presse