Giffey gegen erneute bundesweite Maßnahmen bei zweiter Corona-Welle

Familienministerin: Stattdessen "punktuell und regional" reagieren

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD)

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich gegen erneute bundesweite Corona-Restriktionen im Fall einer zweiten Infektionswelle ausgesprochen. Stattdessen müsse "punktuell und regional" auf die jeweilige Entwicklung reagiert werden, sagte Giffey in einem am Freitag veröffentlichten Interview des Magazins "Focus". 

Zugleich bezeichnete die SPD-Politikerin die Kita- und Schulschließungen der vergangenen Monate als erfolgreiche Maßnahme. Diese Schließungen hätten dazu beigetragen, "ein Szenario wie in Italien" und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

Für das neue Schuljahr forderte Giffey "Verhaltens- und Hygieneregeln sowie Teststrategien", damit Schulen und Kitas so gut wie möglich im Regelbetrieb laufen könnten. So sollten die Kinder möglichst immer in ihren Gruppen und Klassenverbänden bleiben, um die "Infektionswege" zu begrenzen. 

Veröffentlicht: 10.07.2020 – Quelle: Agence-France-Presse