Einreisebeschränkungen für französisches Département Moselle treten in Kraft

Grenzübergang zwischen Saarbrücken und Moselle

Für das an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzende französische Verwaltungsgebiet Moselle treten am Dienstag strenge Einreisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft. Das Robert-Koch-Institut in Berlin hatte am Sonntag die Einstufung des Départements als Virusvariantengebiet angekündigt. Das sind Regionen oder Länder, in denen besonders häufig ansteckendere Mutanten des Coronavirus auftreten. Aus Moselle, wo sich vor allem die südafrikanische Virus-Variante stark ausbreitet, dürfen damit nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen.

Ausnahmen gibt es für Pendler und den Warenverkehr. Franzosen, die aus dem Bezirk Moselle nach Deutschland reisen, müssen nun "einen negativen Test und eine digitale Einreiseanmeldung" vorweisen. Der Bahn-, Bus-, Schiffs- und Flugverkehr aus Moselle nach Deutschland wird ausgesetzt. Systematische Grenzkontrollen sind nicht vorgesehen, die Einhaltung der Restriktionen soll laut Bundesinnenministerium aber durch "Schleierfahndung im Hinterraum" kontrolliert werden.

Veröffentlicht: 02.03.2021 – Quelle: Agence-France-Presse