Omikron-Variante erstmals in Lateinamerika nachgewiesen

Verdachtsfälle in Brasilien bestätigt

Flughafen in São Paulo

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals in Lateinamerika nachgewiesen worden. Die Regierung des brasilianischen Bundesstaats São Paulo teilte am Dienstag mit, dass sich zwei Verdachtsfälle nach einer sogenannten Sequenzierung der Proben bestätigt hätten. 

Bei den beiden Infizierten handelt es sich den Angaben zufolge um ein Ehepaar, das am 23. November aus Südafrika eingereist war. Die beiden waren nach ihrer Ankunft in São Paulo zunächst negativ getestet worden waren. Als sie sich vor ihrem Rückflug zwei Tage später erneut testen ließen, fielen die Corona-Tests positiv aus. 

Südafrika hatte am vergangenen Donnerstag die Entdeckung der Omikron-Variante bekannt gegeben. Zahlreiche Staaten weltweit verhängten daraufhin Reisebeschränkungen für Südafrika und weitere Länder des südlichen Afrika. In Brasilien dürfen seit Montag keine Maschinen mehr aus Südafrika landen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die neue Variante wegen der großen Zahl an Mutationen als "besorgniserregend" ein. Statistiken aus Südafrika deuten darauf hin, dass die Omikron-Variante deutlich ansteckender ist als bisherige Varianten. Ob sie auch gefährlicher ist, wird derzeit von Wissenschaftlern weltweit untersucht.

Veröffentlicht: 01.12.2021 – Quelle: Agence-France-Presse